Hessische-Nachrichten - Stadt Frankfurt am Main - Aktuell -Frankfurt am Main – (ffm) Dieser Verein ist aus Bockenheim nicht mehr wegzudenken: Bereits seit 1979 ist der Verein für soziale Arbeit – Kinderwerkstatt Bockenheim einer der zentralen Akteure in der Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil. Die Mitarbeiter begleiten junge Menschen und Familien in schwierigen Situation, helfen bei Probleme jeglicher Art weiter. Daran hat sich durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns nichts geändert. Es wurden sogar eine Reihe neue Angebote kreiert. Ferdinand Schmökel, 1. Vorsitzender und Ulrike Vierheller, Geschäftsführerin des Vereins haben Oberbürgermeister Peter Feldmann bei einem Besuch über das umfangreiche digitale „Lockdown-Programm“ informiert.

Das Engagement der Kinderwerkstatt Bockenheim und vor allem die gut durchdachte Umstellung auf digitale Angebote, habe den Oberbürgermeister begeistert. „In vielen Bereichen mussten die Menschen in diesem schwierigen Jahr im Eilverfahren die Digitalisierung vorantreiben. An manchen Stellen ist dies gut gelungen, an anderen weniger gut. Die Kreativität und Vielfältigkeit, mit der die Kinderwerkstatt Bockenheim die Herausforderung gemeistert hat, ist beeindruckend. So geht Digitalisierung!“, sagt Feldmann. Daher sei der Termin auch zu diesem Zeitpunkt notwendig gewesen. „Ich hoffe, dass sich andere Vereine und Initiativen inspirieren lassen.“

Die Kinderwerkstatt Bockenheim bietet digital freizeitpädagogische Angebote für Bewegung, Gesundheit und Bildung, wie etwa Kochen oder Zumba per Zoom. Auch der Kontakt zu Familien in schwierigen Situationen ist durch eine Begleitung per Telefon, Zoom und SMS gewährleistet. „Es ist ein eingespieltes Vorgehen zwischen der Wahrung des Kinderschutzes und der Sicherheit in den Zeiten der Pandemie. Wir sind stolz auf alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Engagement und Achtsamkeit alle unsere Klienten durch diese Zeiten begleiten“, sagen Schmökel und Vierheller.

Natürlich kann nicht alles ins Netz verlegt werden, gerade wenn es um Kinderschutz geht. Die Mitarbeiter_innen begleiten jungen Menschen und Familien in herausfordernden Situationen mit Krisenmanagement, Beratung, Hausaufgabenhilfe und eingeschränkten Bildungsangeboten vor Ort. So finden etwa auch die Tagesgruppen zur Erziehungshilfe (nach §32 SGB VIII) für Kinder und Jugendliche weiterhin als Präsenzangebot statt.

Als Unterstützung für die Umsetzung künftiger Projekte hatte der Oberbürgermeister einen Scheck über 2500 Euro dabei. Die Mittel stammen aus einem Spendentopf der Naspa. „Ich hoffe, die Spende zu Weihnachten hilft ihnen bei der Umsetzung neuer Ideen“, so Feldmann.