Frankfurt am Main – Sozialdezernentin Birkenfeld richtet Hotline im Jugend- und Sozialamt ein

Info-Telefon zu Spendenmöglichkeiten für Flüchtlinge in Frankfurt

Hessen-24 - Frankfurt am Main - Aktuell -Frankfurt am Main – (pia) Wegen der vor Weihnachten zunehmenden Anfragen von Bürgern, Firmen und Stiftungen nach Spendenmöglichkeiten für Flüchtlinge hat Stadträtin Daniela Birkenfeld eine zentrale Rufnummer im Jugend- und Sozialamt geschaltet. Unter Telefon 069/212-34398 können sich Interessierte ab sofort informieren, welche Spendenmöglichkeiten es gibt, und bekommen bei Bedarf Ansprechpartner vermittelt.

„Die Spendenbereitschaft ist ein Zeichen von Solidarität, das ich gerne unterstützen möchte“, sagt Birkenfeld. Die Sozialdezernentin hat deshalb in Einrichtungen, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreuen, und bei Betreibern von Unterkünften für Flüchtlinge abfragen lassen, was zur Bereicherung des Alltags und zur Verbesserung der Teilhabe beitragen könnte. Die Palette reicht vom Wunsch nach Fahrrädern über Sportschuhe bis hin zur Unterstützung von Ausflügen.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, unter Angabe des Verwendungszwecks auf ein Konto der Stadt Frankfurt zu spenden. „Wir werden das Geld für Projekte einsetzen, die die Integration der Flüchtlinge unterstützen und die aus Mitteln der öffentlichen Hand allein nicht zu finanzieren wären“, betont Birkenfeld. Die Kontoverbindung lautet:

Kontoinhaber: Stadt Frankfurt am Main
Verwendungszweck: 1.18.01.29.02.019–54289001 – IA 51005100
Hilfe für Flüchtlinge in Frankfurt
IBAN: DE34500502010000000208
BIC: HELADEF1822

Um eine Spendenquittung zu erhalten, müssen Bürger sich zusätzlich bei der Rufnummer 069/212-34398 registrieren lassen. Für Spenden bis 200 Euro ist ein Beleg der Überweisung, aus dem eindeutig der Verwendungszweck sowie Name und Anschrift des Spenders hervorgeht, zur Vorlage beim Finanzamt ausreichend.

Bürger, die gut erhaltene Kleidung abgeben wollen, bittet die Sozialdezernentin sich an die bestehenden Kleiderkammern in Frankfurt zu wenden. „Das Angebot der Kleiderkammern steht in der Regel auch Flüchtlingen offen“, betont die Stadträtin. Die Träger der freien Wohlfahrtspflege und Kirchengemeinden gewährleisteten, dass die in ihren Kleidungskammern ausgegebenen Kleidungsstücke auf Brauchbarkeit geprüft und in einem ordentlichen Zustand seien. Eine Liste von Kleiderkammern ist ebenfalls über die zentrale Rufnummer im Jugend- und Sozialamt zu erfragen.

Die Bürger können bei den Mitarbeitern des Jugend- und Sozialamts auch ihr Interesse vermerken lassen, sich ehrenamtlich für Flüchtlinge zu engagieren. „Es gibt erste Projekte und mehrere in Vorbereitung von Trägern der freien Wohlfahrtspflege wie der Arbeiterwohlfahrt, dem Evangelischen Regionalverband und dem Caritasverband, die Freiwillige auf die Arbeit mit Flüchtlingen vorbereiten“, berichtet Birkenfeld. Die Sozialdezernentin will die Schaffung weiterer Projekte und einer Koordinierungsstelle unterstützen, bei der sich Interessierte informieren können.

In den ersten elf Monaten des Jahres hat das Jugend- und Sozialamt mehr als 880 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Obhut genommen. Im Jahr 2012 waren es insgesamt 351 und im vergangenen Jahr 539 Jugendliche. Neben den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen kümmert sich die Stadt Frankfurt auch um Asylbewerber und Kontingentflüchtlinge. Von Januar bis einschließlich November 2014 kamen 700 Personen aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen nach Frankfurt. Bis Ende des Jahres wird die Zahl voraussichtlich noch auf 800 steigen. Das sind dann doppelt so viele Personen wie 2013 (= 400); 2012 waren es knapp 200.

„Wir liegen damit etwas unter der vom Regierungspräsidium Darmstadt ursprünglich ausgegebenen Quote von gut 1.000 Personen für 2014“, sagt Birkenfeld. Die Differenz zwischen der Quote und den tatsächlich aus Gießen zugewiesenen Asylbewerbern und Kontingentflüchtlingen werde die Stadt nächstes Jahr zusätzlich erfüllen müssen. Die Sozialdezernentin kündigt an, den Ausbau der Unterkunftskapazitäten in Frankfurt weiter voranzutreiben: „Nach allem, was wir aus Berlin und Wiesbaden hören, werden wir 2015 noch etwas mehr Asylbewerber und Kontingentflüchtlinge in Deutschland zu versorgen haben als in diesem Jahr.“

Download
  • Hilfe für Flüchtlinge: Kleider- und Möbelausgaben (application/pdf, 70977)