Frankfurt am Main – Was hilft bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit?

Experten informieren über „Weniger ist mehr – Antibiotika verantwortungsvoll einsetzen“

Neues-Hessen-Tageblatt - Nachrichten aus der Stadt Frankfurt am Main -Frankfurt am Main – (pia) Zurzeit hat es fast jeden erwischt. Viele Menschen sind erkältet, haben Schnupfen und Husten. Ein Fall für Antibiotika? Nein, sagen Experten. Denn die meisten Erkältungskrankheiten und Infektionen der oberen Atemwege sind durch Viren verursacht. Gegen Viren wirken Antibiotika aber gar nicht. Hier sind Ruhe und Schonung, ausreichendes Trinken, Schleimlöser, abschwellende Nasentropfen, Inhalationen oder Schmerzmittel angezeigt.

Experten informieren am Montag, 22. Februar, ab 13 Uhr, auf der Aktionsbühne im Untergeschoss des Nordwestzentrums, im darüber, welches die besten Mittel bei Erkältungskrankheiten sind, wie man auch bei Winterwetter am besten gesund bleiben kann, warum Antibiotika hier nicht helfen und grundsätzlich zurückhaltend und verantwortungsvoll eingesetzt werden sollen. Die Expertenrunde, die sich aus Vertretern des MRE-Netz Rhein-Main, der Landesapothekerkammer Hessen, der Landesärztekammer Hessen, der Hessischen Krankenhausgesellschaft zusammensetzt, und von Knut Zilian vom HR moderiert wird, stehen für Fragen rund um das Thema Antibiotikaverbrauch zur Verfügung, eine Befragung mit Gewinnspiel rundet die Aktion ab.

Der Einsatz von Antibiotika bei durch Viren hervorgerufenen Erkältungskrankheiten ist unwirksam und sinnlos. Antibiotika wirken gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Erschwerend kommt hinzu, dass jeder Einsatz von Antibiotika unerwünschte Nebenwirkungen hat. Zum einen stören Antibiotika die Darmbakterien, die für eine funktionierende Verdauung wichtig sind. Zum anderen birgt jeder Einsatz von Antibiotika das Risiko, dass Bakterien widerstandsfähig gegen Antibiotika werden. Wenn dann Infektionen mit diesen resistenten Bakterien entstehen, können diese nicht mehr mit Antibiotika behandelt werden.

Info – DOWNLOAD
  • Weniger ist mehr Erwachsene (application/pdf, 2012238)
  • Weniger ist mehr Kinder (application/pdf, 1992904)