Frankfurt am Main – Wegen Versammlungsbeschränkungen: Feier zum Tag des Baumes und Baum des Jahres wird verschoben

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Frankfurt am MainFrankfurt am Main – (ffm) Der Tag des Baumes steht seit vielen Jahren fest im Terminkalender des Frankfurter Grünflächenamtes.

Er findet jedes Jahr am 25. April statt – und das weltweit. Und jedes Jahr pflanzt das Grünflächenamt dann gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zu diesem Anlass während einer kleinen, öffentlichen Feier den Baum des Jahres. In diesem Jahr wäre es die „Robinie“ gewesen, ‚Baum des Jahres 2020‘. Aber das Jahr 2020 ist nicht wie alle anderen: Wegen der geltenden Versammlungsbeschränkungen muss diese Feier verschoben werden. „Wir hoffen sehr, dass wir gemeinsam mit den Schüler*innen, den Frankfurter Kitas und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald den Termin im Herbst nachholen können“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Freitag, 24. April.

Als Straßenbaum wird die Robinie vom Grünflächenamt nicht mehr gepflanzt, da sie häufig stark unter Hitze und anderen Extremwetterlagen leidet. Abseits von aufgeheizten Straßen, also beispielsweise in Parks, kann sich der Baum aber gut entwickeln. Wenn sie im Mai ihre üppigen weißen Blüten öffnet, freut das nicht nur die Bürger, sondern auch die Bienen und Hummeln. Außerdem ist das Holz der Robinie sehr hart und lässt sich unter anderem gut zum Bau von Spielplatzgeräten verwenden.

In Frankfurt gibt es derzeit rund 3750 Robinien in Parks oder an Straßen, darunter auch ein paar züchterisch bearbeitete Sorten, zum Beispiel „Pyramidalis“, die säulenartig wächst, „Unifolia“ mit besonders großen Blättern oder „Casque Rouge“ mit purpurnen Blüten.

Der Baum des Jahres wird seit 1989 von der Silvius Wodarz Stiftung gekürt. Die gemeinnützige Stiftung mit Sitz im niedersächsischen Rehlingen ist benannt nach dem 2018 verstorbenen Forstbeamten und Naturschützer Silvius Wodarz. Dieses Jahr wurde die Robinie (Robinia pseudoacacia) für den Titel ausgewählt.

Die Robinie stammt ursprünglich aus Nordamerika, wurde aber schon 1630 nach Europa gebracht und gilt mittlerweile sogar als einer der meistgepflanzten Bäume weltweit. Oft wird die Robinie mit der aus Afrika stammenden Akazie verwechselt. Wer sich die Blüten der beiden Baumarten ansieht, erkennt aber den Unterschied. Akazienblüten ähneln den Blütenbüscheln der Mimose, wohingegen Robinien sogenannte Schmetterlingsblüten bilden.