News-24.Today - Hessen-Tageblatt - Geisenheim am Rhein - Aktuell -Geisenheim am Rhein – Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Geisenheim hat in ihrer vergangenen Sitzung die Bildung einer Arbeitsgruppe „Sportfeld Johannisberg“ beschlossen. Diese Arbeitsgruppe soll aus je einem Vertreter der Fraktionen, einem Vertreter des SV 1919 Johannisberg, einem Vertreter des Magistrats und dem zuständigen Verwaltungsbediensteten bestehen. Die Einladungen zu den Sitzungen wird Stadtverordnetenvorsteherin Susanne Göttel-Spaniol (SPD) vornehmen.

Bürgermeister Frank Kilian freut sich, dass nun wieder Bewegung in die Angelegenheit gekommen ist. Er hatte bereits im Sommer ein Gespräch mit dem Landessportbund Hessen, dem Sportkreisvorsitzenden Rheingau-Taunus, Herrn Manfred Schmidt, und Vorstandsmitgliedern des SV Johannisberg arrangiert. Kilian sah als Ergebnis dieses äußerst konstruktiven Gesprächs auf Fachebene ohne politische Beteiligung seine Auffassung bestätigt, dass es sinnvoll ist, wenn der Fußballverein Träger des Projekts „Kunstrasenplatz“ wird.

Diesen Vorschlag begründet der Bürgermeister: „Erstens hat der Verein größere Ansprüche auf Zuschüsse durch überörtliche Instanzen und Verbände, zweitens belasten ihn wie dargelegt nur die Nettoausgaben, während die Stadt nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist. Drittens ist der Verein nicht an das öffentliche Vergaberecht gebunden und hat damit bessere Nachverhandlungsmöglichkeiten als die Stadt im Rahmen einer Ausschreibung. Viertens können umfangreichere Eigenleistungen erbracht werden, als dies der Stadt aus Gewährleistungsgründen möglich ist.“ Zudem sieht Kilian eine größere Unterstützung durch Sponsoren als realistisch an und geht davon aus, dass auch die Identifikation der Fußballer mit der Anlage eine noch stärkere ist, wenn es sich um ein eigenes Projekt handelt.

Voraussetzung für diese Lösung ist, dass der SV 1919 Johannisberg über ein langfristiges Nutzungsrecht an dem Platz verfügt. Dies könnte in Form eines Erbpachtvertrags geregelt werden. Zudem hält der Bürgermeister es nicht für ausgeschlossen, dass die städtischen Gremien bei Umsetzung dieser Variante den Verein bei Beschaffung eines günstigen Kredits mit einer Kommunalbürgschaft unterstützen. Für Kilian ist es selbstverständlich, dass die Verwaltung und der städtische Außendienst den SVJ bei seinen Aktivitäten begleiten.

Mit diesen Punkten sei eine gute Diskussionsgrundlage für die Arbeitsgruppe geschaffen. „Hoffentlich erhält der Vertreter des Vereins auch die notwendige Rückendeckung seines Vorstands oder der Mitgliederversammlung!“ hofft Kilian. Er verweist darauf, dass es durchaus auch andere Vorschläge aus der Kommunalpolitik gibt. So halten es einige Mandatsträger nicht für ausgeschlossen, dass der SVJ seinen Trainings- und Spielbetrieb ins Rheingau-Stadion verlagert.

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Text: Stadt Geisenheim