Lorch am Rhein – Corona-Aktuell – Lorcher Bürgermeister Ivo Reßler appelliert an Vernunft der Besucher aus dem Rhein-Main-Gebiet: „Bleiben Sie Zuhause!“

Der Rheingau, die Besucherströme und die Corona-Krise.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Lorch am Rhein -Lorch am Rhein – Das letzte Wochenende bei schönstem Sonnenschein hat dem Rheingau jede Menge auswärtiger Besucher beschert, so auch in Lorch und den Stadtteilen. „Die Wisper Trails und die Rundwanderwege wie auch die „schönste Weinsicht“ sind Publikumsmagnete, die die Menschen hierherführen“ sagte Ivo Reßler, Bürgermeister von Lorch.

Das kommende Wochenende und auch Ostern werde aufgrund der Wettervorhersage nicht anders werden, befürchtet der Lorcher Bürgermeister. Natürlich hätten die Leute nach einer Arbeitswoche am Wochenende den Drang nach draußen zu gehen. Dies sei auch nicht verboten. Vorgaben seien jedoch in der vom Land erlassenen Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus geregelt.

Bürgermeister Reßler zitiert daraus:

㤠1 Abs. 1

Der Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes ist auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren.

§ 1 Abs. 2

Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, mit einer weiteren nicht im eigenen Haushalt lebenden Person oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Menschen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Öffentliche Verhaltensweisen, die geeignet sind, das Abstandsgebot des Satz 2 zu gefährden, wie etwa gemeinsames Feiern, Grillen oder Picknicken, sind unabhängig von der Personenzahl untersagt.“

Der Rheingau sei zu klein, um während der Corona-Krise alle Besucher aus dem Rhein-Main-Gebiet aufzunehmen ohne das Abstandsgebot zu gefährden.

„Die im oberen Rheingau von den Kommunen ergriffenen Maßnahmen wie Parkplatzsperrungen an sogenannten Hotspots wie den Rheinuferpromenaden oder auch beliebten Ausflugzielen mit der Möglichkeit, sich auf Wiesen zu sonnen oder zu „picknicken“, sind aufgrund der Erfahrung des letzten Wochenendes mehr als notwendig“ stimmte Ivo Reßler daher auch der Verfahrensweise seiner Kollegen aus dem Rheingau zu.

Die derzeit entstandene Problematik mit den Besucherzahlen in Zeiten von Corona sei aber auch ein hausgemachtes Problem, da seitens Bund und Land nicht eindeutig definiert werde, wie die Kontrolle und ggf. Sanktionierung von Nichteinhaltung der Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus durchzuführen und durchzusetzen ist. Es werde auf die Kommunen abgewälzt, wovor man sich in Land und Bund scheut, klare Worte und Maßnahmen zu finden, bzw. offen zu kommunizieren, so Ivo Reßlers Meinung.

Weiter führte er aus: „Die Wanderwege im gesamten Rheingau, auch die Premiumwanderwege rund um Lorch, der Rheinsteig sowie die Wisper Trails, sind zu weitläufig, als dass sie „gesperrt“ werden könnten.

Wir appellieren jedoch an die Vernunft der Menschen und bitten die Besucher eindringlich:

Nutzen Sie Möglichkeiten in Ihrer direkten Umgebung, um spazieren zu gehen. Der Rheingau und seine Sehenswürdigkeiten, Wanderwege und Ausflugziele werden auch nach der Corona-Krise noch da sein. Wir freuen uns darauf, Sie nach der Zeit der Entbehrungen, die wir ALLE durchmachen, hier bei uns wieder begrüßen und mit kulturellen und kulinarischen Genüssen verwöhnen zu dürfen!“

Mit freundlichen Grüßen aus der Wein- und Kulturstadt Lorch am Rhein im Kulturland Rheingau und im Welterbe Oberes Mittelrheintal

Magistrat der Stadt Lorch, Markt 5, 65391 Lorch (Rhein)