Stadt Hanau – „CDU behindert die Entwicklung einer ganzen Region“ – Hanaus OB Kaminsky bewertet Frankfurts Pläne für neuen Stadtteil positiv

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Hanau -Stadt Hanau – Der Plan eines „Großen Frankfurter Bogens“, den der hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Tarek Al-Wazir dieser Tage als neues Landesprogramm zur Förderung des Wohnungs- und Städtebaus im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main vorgestellt hat, stößt in Hanau auf Zustimmung.

„Wir wollen den Weg mitgehen, denn die Richtung stimmt“, kommentiert Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Idee, den Fokus auf die Umlandkommunen rund um Frankfurt zu legen, die maximal 30 Zugminuten vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt sind, um dort bezahlbaren Wohnraum und lebenswerte Quartiere zu schaffen. Neben Hanau erfüllen weitere 53 Städte und Gemeinden diese Anforderung. Allerdings, so ergänzt der Hanauer OB, dürfe die Förderung nicht bei den Zuschüssen für den reinen Wohnungsbau enden, sondern sollte sich auf die soziale Infrastruktur erstrecken. „Deren Ausbau können wachsende Städte und Gemeinde zusätzlich nur schwer allein stemmen.“

Positiv sieht Kaminsky in diesem Zusammenhang auch die Pläne der Stadt Frankfurt, entlang der A 5 neue Quartiere für rund 30.000 Menschen entstehen zu lassen und zukunftsweisende Modellprojekte für eine soziale und klimagerechte Stadtentwicklung zu realisieren. „Es zeigt, dass sich Frankfurt und sein Planungsdezernent Mike Josef nicht aus der Verantwortung stehlen, sondern ebenfalls einen nennenswerten Beitrag leisten wollen, um den steigenden Mietpreisen und dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum entgegenzuwirken.“ Das hält der Hanauer OB für richtig und wichtig, denn seiner Ansicht nach sollten alle Kommunen der Metropolregion ihren Teil dazu beitragen. Wer im schon jetzigen Stadium versuche, die guten Ansätze zu zerreden und damit eine ergebnisoffene Betrachtung zu unterbinden, erweise den Menschen in der gesamten Region einen Bärendienst. Dies gelte für die Frankfurter Pläne ebenso wie für das Konzept des Frankfurter Bogens.

Schließlich ergänze die sogenannte „Josef-Stadt“ mit ihrer verkehrsgünstigen Lage die Konzeption des „Großen Frankfurter Bogens“ hervorragend, so Kaminsky weiter und schlägt vor, dass dieser neue Stadtteil am Stadtrand von Frankfurt quasi den Auftakt des Landesprogramms bilden könnte.

Vor diesem Hintergrund mahnte er auch an, dass „Kirchturmdenken weder die Region weiterbringt noch den Menschen nutzt“. Kommunen wie die Stadt Hanau, die seit Jahren den Wohnungsbau forciere, wo immer sich die Gelegenheit dazu biete, oder die Stadt Frankfurt mit ihren aktuellen Konzepten verdienten in ihren Anstrengungen jede Unterstützung durch das Umland, das ansonsten von den Problemen steigender Mieten schneller eingeholt würde als manch einer sich das derzeit vorstellen könne. „Parteitaktische Spielchen sind hier nicht angebracht“, fordert OB Kaminsky die CDU in der Region auf, „endlich damit aufzuhören, die Entwicklung des ganzen Großraums zu behindern“.

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