Stadt Hanau – Hanauer Hygiene-Helfer liefern praxistaugliche Konzepte

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Hanau -Stadt Hanau – Während das Kontaktverbot in Hessen weiterhin gilt, werden immer mehr Corona-Regeln gelockert. Gerade jetzt sind Hygiene- und Abstands-Regeln einzuhalten, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, betont der Krisenstab der Stadt Hanau, der eine Kompetenz-Mannschaft berufen hat: Die Hygiene-Helfer haben praxistaugliche Konzepte erarbeitet, die nicht nur in städtischen Einrichtungen zur Anwendung kommen.

„Die Verordnungen und Beschlüsse aus Bund und Land sind wichtig und richtig, geben aber in der Regel zu wenig konkrete Handlungsanweisungen“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Der OB weiter: „Getreu unserem Motto ‚Wir lassen niemanden alleine‘ sind unsere Hygiene-Helfer in Hanau unterwegs, um direkt und konkret mit Rat und Tat zu unterstützen. So wollen wir den Spagat zwischen Gesundheitsschutz und den Wünschen nach mehr Freiräumen im Ausnahme-Alltag mit größtmöglicher Umsicht gewährleisten.“

Zurzeit bereitet sich das Team im Krisenstab unter Leitung von Dr. Silke Hoffmann-Bär auf die nächsten Lockerungen und Öffnungen vor. Hoffmann-Bär: „Wenn etwa am Montag im Bürgerservice der Stadtverwaltung wieder Publikumsverkehr möglich ist – nach Terminabsprache – sollen Bürgerinnen und Bürger sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus geschützt sein.“ Auf einfach gestalteten Plakaten sind die wichtigsten Hygiene-Regeln zu sehen – Abstand halten, Maskenpflicht (erlaubt sind selbstgenähte, einfache Masken, Tücher und Schals, um Mund und Nase zu bedecken) sowie Händewaschen. Auch im Technischen Rathaus und im Ordnungsamt stehen Hygiene-Spender mit Desinfektionsmittel an Eingängen, Laufwegen sowie Wartebereichen. Spezielle Bodenaufkleber weisen auf die Abstandsregel hin. Zum Konzept gehört weiterhin, dass Putz-Zyklen neu organisiert und vor allem erhöht werden. Das Team hat auch in der zentralen Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände der ehemaligen Sportsfield-Kaserne die Hinweise angebracht – in den wichtigsten Sprachen.

Den bisher größten Einsatz hatten die Hygiene-Helfer Ende April, als sie gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Eigebetriebs IBM (Infrastrukturelles Immobilen-Management) in Hanau 509 Klassenzimmer verschiedener Schulen ausgestattet haben: mit Faltpapier (19 Paletten), Seife (500 Einheiten), Reinigungsmittel (550 Fünf-Liter-Eimern für die Zwischenreinigung der Tische und 510 Flaschen für Tische), 120 zusätzlichen Mülleimern sowie 1200 Spültüchern. Auch bei der Beschaffung von Mund-Nasen-Schutz, Face-Shields, Kitteln und Desinfektionsmitteln halfen und helfen die Hygiene-Helfer. Sie statten die Hanauer Orts- und Schiedsgerichte, die kommende Woche öffnen, unter anderem mit Trennscheiben für Schreibtische, Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel aus.

Die Hygiene-Helfer sind per Mail an hygiene-corona@hanau.de erreichbar, beraten telefonisch und vor Ort. Spielplätze, Friseure und auch Gotteshäuser dürfen bereits öffnen. So hat sich der Muslimische Arbeitskreis Hanau beim Krisenstab nach den Regeln erkundigt. Die Hygiene-Helfer, die die Hygiene-Konzepte der sieben Hanauer Moscheen begutachtet haben, loben: „Die Vorbereitungen hier sind vorbildlich. Die Abstandsregeln sind sichtbar angebracht, ebenso die Hygieneregeln.“ Wann sich Gläubige wieder in Moscheen treffen können, planen die Verantwortlichen noch. Oberbürgermeister Kaminsky: „Diese Corona-Krise stellt uns ständig vor neue, nie dagewesene Aufgaben. Ich bin stolz, dass die Hanauerinnen und Hanauer sich diesem dynamischen Prozess so besonnen und solidarisch stellen.“

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