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Stadt Hanau – „Märchenhafte Helfer“ weisen den Weg

Seit zehn Jahren engagieren sich Ehrenamtliche für die Brüder Grimm Festspiele.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Hanau -Hanau – Ob am Einlass, als Platzeinweiser oder als mobile Verkäufer – ohne Ehrenamtliche würde bei den Brüder Grimm Festspielen fast nichts laufen. Seit nunmehr zehn Jahren sind die rund 40 „märchenhaften Helfer“ im Amphitheater im Einsatz. Seit 2009 stehen vier freiwillige Kräfte an jedem Festspiel-Tag den Besuchern mit Rat und Tat zur Verfügung. Kerstin Dunda ist seit 2012 dabei und seit drei Jahren Leiterin der Ehrenamtlichen. „Ich war sowieso den ganzen Sommer über bei den Festspielen, weil sie mir so gut gefallen haben. Da dachte ich, dass ich doch gleich ein kleiner Teil vom großen Ganzen werden kann“, erklärt sie ihre Entscheidung.

Ihre Kolleginnen und Kollegen kommen aus den verschiedensten Bereichen, und Kerstin Dunda meint, das Schönste an ihrer Tätigkeit sei, dass das Ehrenamt Menschen zusammenbringe, die sonst nichts miteinander zu tun hätten. „Wir sind so eine unterschiedliche Truppe, aber wir verstehen uns alle super. Auch während der Festspiel-Pause versuchen wir, uns zu treffen und nicht den Kontakt zu verlieren“, berichtet sie. Trotzdem sei es immer wieder lustig, dass auch alt eingesessene Helfer manchmal noch nach Jahren das erste Mal Dienst zusammen hätten. „Manche laufen sich nach Jahren das erste Mal über den Weg – obwohl sie schon lange dabei sind“, schmunzelt die Ehrenamtlerin und fügt hinzu: „Das hat einfach mit den verschiedenen Schichten und Verfügbarkeiten zu tun.“

Die meisten „märchenhaften Helfer“ kehren Jahr für Jahr wieder zurück, da es so viel Spaß mache. „Natürlich gibt es verschiedene Vorteile, die ein Mitarbeiter der Brüder Grimm Festspiele genießt“, erklärt Dunda, „Aber die meisten kommen immer wieder, weil es einfach eine so schöne Tätigkeit ist und es ein tolles Gefühl ist, Teil dieser Festspiele zu sein.“ Diejenigen, die abspringen, tun dies meistens nur aus gesundheitlichen oder zeitlichen Gründen. „Dieses Jahr haben wir zwei, drei neue Gesichter dabei. Aber auch immer noch Leute, die seit Anfang an dabei sind“, erzählt Dunda stolz. Mit 40 verfügbaren Kräften sei das Team zwar vollständig, trotzdem könnten sich Interessierte im Festspielbüro melden: „Vielleicht wird ja ein Platz frei fürs nächste Jahr“, so Dunda.

Kerstin Dunda ist selbst fast jeden Abend im Amphitheater. „Ich möchte meinen Helfern einfach zeigen, dass jemand da ist, der sich um sie kümmert“, meint sie. Gerade bei hohen Temperaturen zeige sie gerne Solidarität mit ihren in schwarz-weiß gekleideten Mitstreitern. Die „Uniform“ ist das Erkennungsmerkmal der „märchenhaften Helfer“. „Wir tragen immer Schwarz oder Weiß und eine rote Schärpe mit dem Festspiel-Logo“, erklärt Birgit Bär, die schon seit 2009 dabei ist. Dies mache die Ehrenamtlichen klar erkennbar und so leicht auffindbar für Gäste mit Fragen.
Festspiel-Intendant Frank-Lorenz Engel ist dankbar für die unermüdliche Arbeit der „märchenhaften Helfer“: „Alle Ehrenamtlichen leisten großartige Arbeit für unsere Festspiele.“ Sie seien ein unverzichtbarer Bestandteil der Brüder Grimm Festspiele und ihre roten Schärpen aus dem Amphitheater nicht mehr wegzudenken. Engel: „Seitdem ich 2013 die Leitung der Festspiele übernommen habe, bin ich immer wieder begeistert über diese Unterstützung und diesen Enthusiasmus.“

Dieses Lob spiegelt sich auch in einer der schönsten Erinnerungen von Kerstin Dunda wider: „Ich finde es immer toll, wenn bei den Abschlussveranstaltungen wirklich alle, die mitgewirkt haben, auch auf die Bühne gebeten werden. Keiner ist zu klein oder zu unbedeutend, alle werden hier ernst genommen und ihr Einsatz honoriert“, meint sie. Die Brüder Grimm Festspiele hätten sich in den letzten Jahren so toll entwickelt und sie hoffe, dass dies von den Hanauern auch noch mehr wertgeschätzt werde. „Ich würde mir wünschen, dass es noch mehr lokale Besucher gibt, die Werbung für die Festspiele machen. Ich kann einen Besuch wirklich nur empfehlen, dieses Jahr gefällt mir neben dem Musical vor allem das etwas modernere Schneewittchen sehr gut“, erzählt sie. Noch bis zum 28. Juli haben Interessierte die Möglichkeit, sich eines der vier Stücke anzuschauen. Die „märchenhaften Helfer“ werden dort auf sie warten.

Hintergrund:
Mit den Brüder Grimm Festspielen ehrt die Stadt Hanau seit 1985 die deutschen Märchensammler und Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm, die in Hanau geboren wurden. Jedes Jahr locken die preisgekrönten Festspiele rund 80.000 Besucher an. Bei den Grimm-Inszenierungen handelt es sich um Uraufführungen, die in den vergangenen Jahren mehrfach mit dem „Deutschen Musical Theater Preis“ ausgezeichnet worden sind. 2019 finden die 35. Festspiele mit den Stücken „Jacob und Wilhelm – Weltenwandler“ (Musical), „Die Bremer Stadtmusikanten“ (Familienstück mit Musik), „Schneewittchen“ (Schauspiel) sowie „Maria Stuart“ (Reihe Grimm Zeitgenossen) vom 10. Mai bis 28. Juli statt. Spielstätte ist das überdachte Amphitheater im Park von Schloss Philippsruhe. In der Reihe „Junge Talente“ wird in der Wallonischen Ruine außerdem „Die Leiden des Jungen Werther“ (Premiere am 19. Juli) aufgeführt.

Weitere Informationen über die Brüder Grimm Festspiele gibt es im Internet unter www.festspiele.hanau.de. Tickets gibt es im Hanau Laden am Freiheitsplatz, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.frankfurt-ticket.de oder auch unter der Telefonnummer 069 / 13 40 400. Die Festspiel-Tickets berechtigen zwischen dem 10. Mai und dem 28. Juli 2019 auch zum kostenfreien Eintritt ins GrimmsMärchenReich, dem neuen Mitmachmuseum im Schloss Philippsruhe.


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Stadt Hanau
Öffentlichkeitsarbeit
Am Markt 14-18
63450 Hanau

 

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