Stadt Hanau – Spielerisch begeistern: Hanauer Schultheatertage 2019/2020 – Abschluss im Olof-Palme-Haus

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Hanau -Stadt Hanau – Spielerisch begeistern: „Schultheater kann viel – es kann Kinder und Jugendliche ebenso so sehr fordern wie fördern.

Es kann uns und anderen den Spiegel vorhalten, Spannung und Lachen provozieren. Es kann Gruppen verändern. Aber vor allem kann es eins: begeistern!“ Diese Worte sprach Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck bei der Abschlussveranstaltung der vergangenen Hanauer Schultheatertage – und sie werden auch in diesem Jahr mit Leben erfüllt. Da sind sich nicht nur die Organisatoren sicher. Den Beweis wird der 14. Februar erbringen, an dem sich gleich neun Schulen aus Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis mit ihren Aufführungen im Olof-Palme-Haus präsentieren.

„Spiel-Arten“ lautet auch in diesem Jahr das Motto. Die 2017 mit neuem Konzept wieder aufgelegten Schultheatertage wollen, so der Schirmherr, Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, „Kopf, Herz und Hand gleichzeitig aktivieren.“ Susanne Meißner, Amtsleiterin des Staatlichen Schulamtes für den Main-Kinzig-Kreis, ergänzt „uns geht es dabei weniger um professionelle Inszenierungen, sondern darum, dass die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich neuen Herausforderungen stellen, innere Begrenzungen und Ängste überwinden und ihrer Kreativität Ausdruck verleihen.“ Und darüber hinaus soll das Gemeinschaftsprojekt des Fachbereichs Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen mit dem Staatlichen Schulamt des Man-Kinzig-Kreises auch neue Begegnungsmöglichkeiten zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern entstehen lassen.

Mit viel Kreativität und Engagement haben die Projektverantwortlichen Anne Schadt, Fachberaterin Kulturelle Bildung im Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis, und Wolfgang Kischel vom Bereich Soziokultur im städtischen Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, den Neustart in die Tat umgesetzt. Und ihr Konzept geht auf: Alle weiterführenden Schulen in Stadt und im Kreis konnten sich für unterschiedliche Projekte mit verschiedenen renommierten Theaterpädagoginnen und –pädagogen bewerben. Die Referentinnen und Referenten werden von den Organisatoren und Sponsoren – an der Spitze das Hessische Kulturministerium und die Stiftung der Sparkasse Hanau – finanziert, die Schulen leisten lediglich einen kleinen Eigenanteil. Neun Schulen nahmen dieses Angebot an. „Dies ermöglicht ihnen Theaterarbeit, die über das sonst übliche schulische Maß deutlich hinausgeht,“ weiß Anne Schadt. „Und das Engagement externer Theaterfachleute ermöglicht auch bereichernde Einblicke für die an den Schulen wirkenden Pädagoginnen und Pädagogen.“

Mit von der Partie sind diesmal die Kopernikusschule Gelnhausen (sie wird unterstützt von Raphael Kassner), die Hanauer Karl-Rehbein-Schule (Referent Benjamin Baumann), die Bruchköbeler Heinrich-Böll-Schule (Referentin Andrea Fischer), die Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau (unterstützt von Dominique Macri), die Kreisrealschule Bad Orb (Referentin Stefanie Zellmann), die Hohe Landesschule Hanau (Isabelle Stolzenburg), das Franziskaner-Gymnasium Großkrotzenburg (Nikolas Hamm), die Otto-Hahn-Schule Hanau (ebenfalls unterstützt von Nikolas Hamm) und die Käthe-Kollwitz-Schule Langenselbold mit Referent Ferenc Kréti.

Alle Gruppen werden am 14. Februar von 14 bis 19 Uhr die in den vergangenen Wochen einstudierten Szenen auf der Bühne des Olof-Palme-Hauses präsentieren. Dabei setzen die Verantwortlichen auf Spaß und Kreativität, haben jedoch ebenso Grundlegendes im Fokus: „Die Schule ist nahezu der einzige Ort, an dem ästhetische und kulturelle Bildung alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen, ökonomischen oder kulturellen Herkunft dauerhaft und kontinuierlich erreichen kann“, betont Fachbereichsleiter Martin Hoppe. „Theaterspielen bedeutet stets auch Perspektivwechsel und ist somit letztlich Prävention, denn man lernt, dass es noch andere Sichtweisen auf die Welt gibt, als die eigene, dass Dinge anders sein können, als man selbst oder gar die sozialen Medien sie wahrnehmen und wiedergeben“, stellt Wolfgang Kischel die Schultheatertage in einen größeren Rahmen.

Doch bei allem steht letztlich eines im Vordergrund: Spaß am Theater, an der eigenen Kreativität, Freude an der Vielfalt der Spiel-Arten. Und darum, jungen Menschen eine Stimme zu geben, denn so die Presse im Vorjahr: „Wer wissen will, was Jugendliche umtreibt, muss an diesem Tag einfach gut zuhören…“

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