Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Hanau -Stadt Hanau – Über die beachtliche Summe von insgesamt 25.000 Euro können sich die beiden Frauenhäuser in Hanau und Wächtersbach freuen, denn dieses stolze Ergebnis hat der diesjährige Stadtlauf „Stärke zeigen – gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ erbracht. Dank der Startgebühren der rund 2400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Unterstützung engagierter Sponsoren konnte mit 25.000 Euro auch in diesem Jahr wieder das beeindruckende Spendenniveau des letzten Jahres erreicht werden.

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Oberbürgermeister Claus Kaminsky überreichten dieser Tage im Hanauer Rathaus den Erlös und nutzten gleichzeitig die Gelegenheit, sich im persönlichen Gespräch über aktuelle Entwicklungen in den Einrichtungen, deren Fortbestand seit vielen Jahren von der Spendenbereitschaft vieler Menschen abhängt, zu informieren.

Bei der Scheckübergabe im Hanauer Rathaus erinnerten die beiden Kommunalpolitiker daran, dass die jüngsten Statistiken ein erschreckendes Bild bei häuslicher Gewalt zeichneten. „Jeden dritten Tag verliert in unserem Land eine Frau ihr Leben in ihrem häuslichen Umfeld“, zitierte OB Kaminsky und Kreisbeigeordnete Simmler ergänzte, dass häusliche Gewalt in allen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen vorkomme. „Es gibt nicht das typische Familienumfeld, in dem es zu häuslicher Gewalt kommt.“

Simmler und Kaminsky erinnerten daran, dass die Intention des Stadtlaufs das klare Bekenntnis gegen Gewalt an Frauen ist. „Die Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, das Thema aus der Tabuzone zu holen. Der Stadtlauf mit seinem großen Starterfeld ist eine hervorragende Möglichkeit, den öffentlichen Blick auf das Thema zu lenken und dafür zu sensibilisieren,“ so der OB. Jeder, der selbst auf die Strecke gehe, sorge mit dafür, dass das Thema in die Öffentlichkeit getragen werde, und gebe gleichzeitig ein deutliches Bekenntnis gegen Gewalt an Frauen ab.
Erste Kreisbeigeordnete Simmler unterstützte ihn mit den Worten „Wir dürfen bei diesem Thema nicht wegsehen. Die Auseinandersetzung damit gehört mitten in die Gesellschaft. Der alljährliche Startschuss auf dem Marktplatz hat da eine weitreichende Signalwirkung.“ Schließlich sei die Veranstaltung gleich in zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Neben der klaren Position, die mit der Teilnahme bezogen werde, unterstütze jede Läuferin und jeder Läufer mit ihrem Startgeld direkt die beiden Frauenhäuser.

Seit im Jahr 2002 erstmals Läuferinnen und Läufer auf die sechs Kilometer lange Strecke gegangen sind, hat die Veranstaltung bis heute mehr als 325.000 Euro zugunsten der beiden Frauenhäuser eingebracht. Damit hat der Hanauer Stadtlauf, der seit 18 Jahren einen Teil der dringend benötigten Spenden zugunsten der Frauenhäuser beiträgt, einen ganz besonderen Stellenwert. Dies bestätigten auch die beiden Vertreterinnen der Frauenhäuser, Andrea Laus (Hanau) und Lea Kircher (Wächtersbach). Ohne die große Solidarität der teilnehmenden Menschen, aber vor allem ohne das Durchhaltevermögen der Organisatorinnen und Organisatoren könnte die Erfolgsgeschichte dieser Benefizveranstaltung nicht fortgeschrieben werden, sind sich die beiden sicher.

Deshalb nutzten der OB und die Kreisbeigeordnete die Scheckübergabe auch, um sowohl den beiden Frauenbeauftragten Monika Kühn-Bousonville (Hanau) und Ute Pfaff-Hamann (Main-Kinzig-Kreis), Melanie Köhler vom Orgateam, als auch Dagmar Schultheis vom 1. Hanauer Lauftreff) sowie Gabriele Ewald (Sportkreis Main-Kinzig) und Thomas Ritter (Fachstelle Sport) stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern entlang der gesamten Strecke zu danken. „Ohne Ihr Engagement wäre ein solcher Lauf nicht zu realisieren“, so OB Kaminsky.

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