Stadt startet neue Internetplattformen – OB kündigt weitere Hilfsmaßnahmen an.

Hessische-Nachrichten -Stadt-Hanau-Hanau – „So nachvollziehbar der Lockdown angesichts der hohen Infektionszahlen auch ist, so schmerzhaft ist er für Handel und Gastronomie, die erneut unter Schließungen und hohen Umsatzverlusten zu leiden haben. Es ist jetzt an uns allen, den betroffenen Branchen zu helfen“, wirbt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky dafür, Weihnachtsgeschenke nicht bei den großen Online-Händlern zu bestellen. „Viele Hanauer Händler bieten Online-Shops, Liefer- oder Abholservice und Gutscheine an – damit kann man nicht nur seinen Lieben eine Freude machen, sondern auch ein Zeichen der Solidarität mit den lokalen Unternehmen setzen.“

Die Hanau Marketing GmbH hat unter der Internetadresse www.hanau-vorfreude.de eine Plattform ins Internet gestellt, über die lokale Unternehmen ihre Online-Angebote präsentieren können. Ob Bücher, Weine oder Kleidung – Geschäfte, die seit Mittwoch geschlossen sind, bieten dort weiterhin ihre Produkte an. Zudem lassen sich mit wenigen Klicks auch Gutscheine erwerben, die unter den Weihnachtsbaum gelegt und eingelöst werden können, wenn die Geschäfte Anfang des neuen Jahres wieder öffnen dürfen. „So haben die Händler die Möglichkeit, wenigstens einen kleinen Teil des entgangenen Umsatzes zu erzielen“, so Kaminsky.

Händler können dort auf der Internetseite auch besondere Weihnachtsgeschenk-Ideen präsentieren – sei es das Paket mit typisch hessischen Produkten oder ein Präsentkorb mit erlesenen französischen Spezialitäten.

Wer sich beim Geschenk nicht richtig festlegen kann, der sollte einen Grimmscheck verschenken: Der Stadtgutschein wird in mehr als 250 Hanauer Geschäften akzeptiert – und bietet dem Beschenkten somit eine große Bandbreite. Der Grimmscheck ist trotz des Lockdowns auch weiterhin zu erwerben: am Automaten in den Räumen der Sparkasse Hanau (Am Markt) sowie an der Kundeninformation des Forum Hanau.

Doch nicht nur Gutscheine, Präsentkörbe oder Schmuckstücke aus Hanau lassen sich via Internet kaufen, sondern auch das Weihnachtsmenü. Zahlreiche Restaurants haben aus der Not eine Tugend gemacht und bieten für die Feiertage besondere lukullische Genüsse an. Zu finden sind entsprechende Angebote sowie gastronomische Lieferdienste ab sofort auch über die Plattform www.hanaudaheim.de/geniessen. Wer sich den Kochstress an Weihnachten ersparen möchte, findet dort zum Beispiel „Gans to go“ oder Vier-Gang-Menüs. „Die Kochkünste der Hanauer Küchenchefs lassen sich auch daheim genießen – ein guter und zudem noch leckerer Weg, die heimische Gastronomie zu unterstützen“, sagt Kaminsky. Wer doch lieber selber den Kochlöffel schwingt, findet auf der Internetseite auch Kochboxen, mit denen erlesene Zutaten zum Selberkochen geliefert werden – auch eine gute Geschenkidee.

„Eine vielfältige Handels- und Gastronomielandschaft ist für eine lebenswerte Stadt wie es Hanau ist unabdingbar. Deshalb sollte es uns allen ein Anliegen sein, diese Bereiche in der derzeitigen Situation zu unterstützen“, appelliert Hanaus Oberbürgermeister. Er dankt in diesem Zusammenhang auch den Hanauer Stadtverordneten, die mit den einstimmigen Beschlüssen zu den Hanauer Hilfspaketen ein „deutliches Zeichen gesetzt haben, dass wir um jedes Geschäft und um jedes Lokal kämpfen werden“. Die Grimmscheck-Aktion, in deren Rahmen Gutscheine im Wert von mehr als 1,5 Millionen Euro ausgegeben wurden und die einen Umsatz von mindestens zehn Millionen Euro erzeugt hat, sei ein überaus erfolgreicher Baustein bei den verschiedenen Hilfsmaßnahmen für Handel und Gastronomie gewesen. „Wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen und natürlich auch prüfen, ob wir diese Aktion im neuen Jahr wiederholen können“, kündigt der Oberbürgermeister an. Es sei wahrscheinlich, dass 2021 ein weiteres Hanauer Hilfspaket folgt.

In diesem sollten nach Auffassung Kaminskys auch weitere Mittel für die Digitalisierung von Handel und Gastronomie bereitgestellt werden: „Die Corona-Pandemie hat mehr als deutlich gezeigt, dass eine Präsenz im Internet heutzutage unabdingbar ist – es gilt, jeden Kanal zu nutzen, um Kundinnen und Kunden zu erreichen und um neue Vertriebskanäle zu erschließen. Viele haben das bereits erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen. All jenen, die dabei Unterstützung benötigen, wollen wir im kommenden Jahr unter die Arme greifen“, so der OB.

In den Fokus nehmen will der Oberbürgermeister bei einem möglichen neuen Hilfspaket auch die Kultur und hier insbesondere Musikerinnen und Musiker, die in diesem Jahr fast keine Auftrittsmöglichkeiten gehabt hätten. „Mit unserem digitalen Adventskalender zeigen wir gerade, dass Hanauer Musiker und die Hanauer Geschäftswelt solidarisch zusammenstehen. Das ist ein starkes Zeichen, und daraus können wir weitere Konzepte entwickeln, von denen idealerweise beide Seiten profitieren“, so Kaminsky abschließend.

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