Stadt Kassel – Sicherheitsinitiative KOMPASS: Stadt Kassel und Polizei ziehen positives Resümee der vier Regionalkonferenzen

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Kassel -Stadt Kassel – Die Stadt Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen wollen gemeinsam im Sicherheitsprogramm KOMPASS des Hessischen Innenministeriums passgenaue Präventionsmaßnahmen im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeiten. In diesem Zuge fanden vier Regionalkonferenzen statt, bei denen nicht nur ein Ausblick auf KOMPASS gegeben wurde, sondern auch erste Erkenntnisse über das Sicherheitsempfinden vor Ort von Bürgerinnen und Bürgern geäußert wurden.

„Wir ziehen ein positives Resümee der vier Regionalkonferenzen und sind dankbar für die wichtigen Aspekte, die dabei von den Bürgerinnen und Bürgern eingebracht worden sind“ sagte Oberbürgermeister Christian Geselle. „Im direkten Dialog haben wir so ein erstes Bild davon erhalten, wie sicher sich die Menschen in Kassel fühlen, was von großer Bedeutung für die Bewertung der eigenen Lebensqualität ist.“

Finanzierung auf Basis von Maßnahmen entscheiden

Bei den Regionalkonferenzen wurden Fragen nach denkbaren Sicherheitsmaßnahmen und vor allem deren Finanzierung gestellt. Vertreter von Stadt Kassel und Polizeipräsidium Nordhessen erläuterten, dass in konkreten Einzelfällen beispielsweise eine verstärkte Beleuchtung von Plätzen und Straßen oder eine Anpassung der Präsenz von Ordnungsamt und Polizei denkbar seien. Aussagen über entstehende Kosten und deren Finanzierung seien aber erst möglich, sobald auch konkrete Maßnahmen bekannt sind. Unabhängig von Fragen der Finanzierung einzelner Maßnahmen verdeutlichten Oberbürgermeister Geselle und Sicherheitsdezernent Dirk Stochla, dass es der Stadt ein ernstes Anliegen sei, einzelne Handlungsoptionen, die sich im Zuge des Projekts KOMPASS ergeben, auch umzusetzen.

Am Ende des Programms wird das Hessische Ministerium des Innern und für Sport auf Grundlage der erarbeitenden Maßnahmen prüfen und entscheiden, ob der Kommune das Sicherheitssiegel verliehen wird. „Es geht uns bei KOMPASS aber nicht primär um den Erwerb einer Auszeichnung“, betont Ordnungsdezernent Dirk Stochla. „Wir wollen die Chance nutzen, um spezifische Lösungen im Dialog mit unseren Bürgerinnen und Bürgern zu erarbeiten, um so das Sicherheitsgefühl eines jeden einzelnen zu erhöhen.“

Bürgerbefragung startete in deutscher Sprache

Am 21. November 2019 startete eine repräsentative Bürgerbefragung der Justus-Liebig-Universität Gießen. Hierzu beschäftigte Besucher bei den Regionalkonferenzen unter anderem die Frage, ob die Befragung auch in anderen Sprachen erfolgen könnte. Eine exakte Übersetzung sei aus wissenschaftlicher Sicht vorerst nicht möglich, so dass die Bürgerbefragung lediglich in deutscher Sprache durchgeführt wird. Um mögliche Sprachbarrieren zu überwinden, steht die Stadt Kassel jedoch mit dem Ausländerbeirat in Kontakt und hat diesen bereits über das Vorgehen informiert.
Im Anschluss an die Auswertung der Bürgerbefragung werden in thematischen sowie örtlichen Arbeitsgruppen passgenaue Sicherheitsmaßnahmen im Dialog zwischen Kommune, Polizei und den Bürgerinnen und Bürger erarbeitet und umgesetzt. Hierbei setze man natürlich auch auf eine Zusammenarbeit mit Einrichtungen im präventiven Jugendschutz sowie Schulen und Kitas, betonten Geselle und Stochla.

Hintergrund: Sicherheitsinitiative KOMPASS

Die Sicherheitsinitiative KOMPASS (KOMunalProgrAmmSicherheitsSiegel) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die Städte und Gemeinden. Das Programm KOMPASS wurde in 2017 in vier hessischen Modellkommunen gestartet und Mitte 2018 landesweit eingeführt. Ziel von KOMPASS ist es, die Sicherheitsarchitektur in den hessischen Kommunen individuell anzupassen und weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit der Polizei Hessen und den Bürgerinnen und Bürgern wird die Stadt Kassel die spezifischen Kasseler Sicherheitsbedürfnisse erheben. Hierzu startete am 21. November 2019 auch eine Bürgerbefragung. Die Stadt Kassel ist die 54. Kommune, die am Sicherheitsprogramm KOMPASS teilnimmt.

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