Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Kassel -Stadt Kassel – Soziales: Seit über 25 Jahren ist die Wohnraumberatung des Caritasverbands Nordhessen Kassel e.V. Anlaufstelle für ältere Menschen. Um dieses Angebot auszubauen, gewährt die Stadt Kassel der Caritas in diesem Jahr eine Zuwendung von zusätzlich 35.000 Euro. Ab dem Jahr 2021 wird die jährliche Zuwendung auf 100.000 Euro aufgestockt.

Die städtische Förderung ermöglicht ab 2020 die personelle Ausweitung und die dauerhafte Sicherstellung der Wohnraumberatung. Die Stadtverordnetenversammlung hatte in ihrer Sitzung am 11. Mai 2020 den Weg hierfür freigemacht.

„Die Stärkung von Lebensqualität und Teilhabechancen für ältere und gesundheitlich eingeschränkte Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Stadt liegt mir sehr am Herzen. Daher freue ich mich, dass wir jetzt mit der zusätzlichen Förderung der Stadt Kassel das niedrigschwellige und wichtige Angebot der Wohnraumberatung ausbauen können“, sagt Bürgermeisterin Ilona Friedrich. Damit werde durch die Stadt Kassel der Ausbau der Wohnraumberatung vorangebracht, um auf die stetig gestiegenen Nachfragen zu reagieren. In Kassel leben rund 40.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Ihre Zahl wird in den kommenden Jahren weiter steigen.

Die Wohnraumberatung der Caritas informiert über Hilfsmittel, Anpassung der Einrichtung und Ausstattung der eigenen Wohnung oder Haus, Umbaumaßnahmen, Kriterien der Barrierefreiheit, Finanzierungsmöglichkeiten und barrierefreie Wohnmöglichkeiten in Kassel. Sie kann auch frühzeitig in Anspruch genommen werden, um sich präventiv mit dem Thema im häuslichen Umfeld auseinanderzusetzen und nicht erst etwa nach einem Sturz.

Alexander Ponelies, Geschäftsführer der Caritas, sagt dazu: „Dass wir die Wohnraumberatung auch Dank der städtischen Förderung weiterhin verlässlich und sogar im größeren Umfang anbieten können, freut mich sehr. Damit ist es uns möglich, das Beratungsangebot personell zu verstärken. Das ist nicht nur deshalb wichtig, weil die Zahl der älteren Menschen in unserer Stadt zunimmt, sondern auch, weil vor allem die präventive Beratung eine wichtige Rolle spielt.“

Durch die Wohnraumberatung der Caritas wurden im vergangenen Jahr über 200 Hausbesuche durchgeführt und ältere Menschen zusätzlich durch telefonische Kontakte oder schriftliche Beratungen unterstützt. Oft können schon kleine Veränderungen für die Beseitigung von Hürden in der eigenen Wohnung und damit für sichereres Wohnen in den vertrauten vier Wänden sorgen, möchte doch die große Mehrzahl älterer Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben.
Denn bereits eine Schwelle oder dunkle Ecken können sich bei Einschränkungen im Alter als Stolperfallen oder Unfallgefahren erweisen, durch eine Treppe oder Stufe werden Räume plötzlich unerreichbar.

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