Wiesbaden – Aktueller Hinweis: Katastrophenwarnsystem wird getestet

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Ein Plus für den Bevölkerungsschutz: Das Katastrophenwarnsystem MoWaS wird auf digitalen Stadtinformationsanlagen von Wall durch die Feuerwehr in der Landeshauptstadt Wiesbaden getestet.

Das seit Ende 2019 in Wiesbaden eingeführte Modulare Warnsystem (MoWaS), geht in der hessischen Landeshauptstadt im öffentlichen Straßenraum in Betrieb. Die Feuerwehr Wiesbaden löst am Donnerstag, 28. Mai, um 10 Uhr dazu eine Testwarnung aus. Dies ist zugleich der Startschuss für die dauerhafte Nutzung der digitalen City Light Poster von Wall für Warnungen an die Bevölkerung im Gefahren – und Katastrophenfall.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden stärkt ihre Sicherheitsinfrastruktur mit einem neuen Element: Das bundeseigene Warnsystem MoWaS des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, wird für den öffentlichen Raum verfügbar sein und zukünftig die Einwohnerinnen und Einwohner Wiesbadens auch über die digitalen Stadtinformationsanlagen von Wall auf gravierende Gefahren hinweisen. Die Verwaltung der Landeshauptstadt, die Feuerwehr und der Stadtmöblierer haben zusammen in den letzten Monaten die technischen Voraussetzungen für das erweiterte Katastrophenwarnsystem in Wiesbaden geschaffen.

Zunächst unterziehen die Feuerwehr Wiesbaden und Wall das System einem Test. Dazu wird am Donnerstag, 28. Mai, um 10 Uhr an allen Standorten ein Testmotiv angezeigt, um zu prüfen, ob die Warnungen schnell und korrekt auf den digitalen City Light Postern angezeigt werden. Die Feuerwehr der Landeshauptstadt ist als untere Katastrophenschutzbehörde grundsätzlich für die Auslösung von Warnmeldungen verantwortlich. Die Meldungen erreichen dann automatisiert über eine gemeinsame Schnittstelle die Screens, wo die aktuelle Ausstrahlung von Spots unterbrochen wird. Warnmeldungen haben somit absolute Priorität.

Die Vorteile von Warnmeldungen im öffentlichen Raum liegen auf der Hand: Digitale Werbeträger als Teil der Smart City-Struktur erreichen schnell eine große Zahl an Verkehrsteilnehmern. Nicht jeder hat eine Warn-App auf dem eigenen Smartphone installiert. So schließen die digitalen City Light Poster eine kleine Lücke in der Kommunikation für den Katastrophenfall. Dies verkürzt die Vorwarnzeit erheblich und kann helfen Leben zu retten.

„Und wieder erhöhen wir die Sicherheit der Wiesbadener Bevölkerung und auch der Besucherinnen und Besucher unserer Stadt durch einen weiteren Baustein“, freut sich Oberbürgermeister und Feuerwehrdezernent Gert-Uwe Mende. Sein Dank gilt der Wall AG, die ihre Werbeflächen hierfür zur Verfügung stellen.

Florian Erbacher, Pressesprecher der Feuerwehr Wiesbaden: „Warnmeldungen und Handlungsanweisungen müssen wir schnell an die meistmöglichen Mensch bringen. Dabei ist es von Vorteil und unser Ziel die Menschen direkt und persönlich zu erreichen, anzusprechen und Informationen zu geben. Daher sendet die Feuerwehr Wiesbaden über MoWaS, erreicht Rundfunk und Apps sowie nun – auffällig wahrnehmbar – die digitalen Sichtanzeigen.“

Patrick Möller, Geschäftsführer Wall GmbH, sagt zum Test des Warnsystems: „Digitale Werbeträger sind ein effektives, schnelles und vor allem unübersehbares Kommunikationsmittel im öffentlichen Raum. Sie sind geradezu prädestiniert, Aufmerksamkeit für Katastrophenwarnungen zu erzeugen, da sie viele Menschen erreichen. Wir möchten mit unserer Beteiligung einen weiteren Baustein zu einer digitalen Kommunikationsinfrastruktur der Landeshauptstadt Wiesbaden beitragen, der die Sicherheit aller Einwohner erhöht. Wir bieten diesen Service der öffentlichen Kommunikation allen unseren Partnerstädten an, aber es freut mich besonders, dass unsere Partnerstadt Wiesbaden die erste deutsche Landeshauptstadt ist, die digitale Stadtinformationsanlagen für diesen Zweck einsetzt.“

Hintergrund:
Der gesetzliche Auftrag zur Warnung der Bevölkerung im Gefahrenfalle obliegt der Gemeinde (HBKG § 3). Dieser Auftrag zur Warnung vor Gefahrenlagen wird durch die Feuerwehr Wiesbaden sichergestellt. In Deutschland wird durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Auftrag des Bundesinnenministeriums das modulare Warnsystem (MoWaS) betrieben. MoWaS ist als einheitliches Warnsystem für Zivilschutzwarnungen konzipiert und eingeführt und seitens der Länder auch für Warnungen im Bereich des Katastrophenschutzes sowie für behördliche Gefahren- und Warnmeldungen vorgesehen. MoWaS übermittelt die Warnungen bzw. Informationen an die Bevölkerung über verschiedene Wege. Diese sind Warn-Apps, regionale Medien, überregionale Medien, lebens- und verteidigungswichtige Infrastrukturbetriebe und Unternehmen. Es bietet eine hohe Systemsicherheit, gesicherte Übertragungswege (satellitengestützt) sowie das direkte Einspielen in Warnsendungen, zum Beispiel beim Rundfunk. Über MoWaS werden die bundeseigene Warn-App NINA (Notfall–Informations- und Nachrichten-App) und zeitgleich zudem weitere landeseigene oder kommerzielle – Warn-Apps alarmiert: darunter HessenWARN, KATWARN und BIWAPP (Bürger Info Warn App). Seit 2019 ist die Feuerwehr Wiesbaden an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossen und nutzt diesen Weg zur Verbreitung von behördlichen Gefahren- und Warnmeldungen. Der Auftrag zur Durchführung der Warnungen und Nutzung von MoWaS wurde durch die Stadtverordnetenversammlung am 31. Oktober 2019 beschlossen.

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