Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Sozial- und Bildungsreferent Christoph Manjura lädt am Dienstag, 24. März, von 18 bis 20 Uhr in Raum 318 im 3. Stock des Wiesbadener Rathauses, Schlossplatz 6, zur nächsten Veranstaltung der Themenreihe „Bildung schafft Zukunft“ ein. Sie steht unter dem Titel „Bildung von und mit Jungen – Problemlagen und Lösungsstrategien“. Referent ist Prof. Dr. Jürgen Budde, Europa-Universität Flensburg. Im Anschluss können die Teilnehmenden Fragen stellen, diskutieren und sich austauschen.

Die Vortragsreihe richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, bildungspolitisch Interessierte sowie Fachkräfte Die Vorträge sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die fünfte Veranstaltung der Themenreihe „Bildung schafft Zukunft“ beschäftigt sich mit der Bildung von und mit Jungen. Sie gelten oftmals als problematische Gruppe in pädagogischen Institutionen, vor allem in der Schule. Jungen rücken zunehmend ins Blickfeld von Pädagogik und Politik: Seit den Ergebnissen der ersten PISA-Studie thematisieren pädagogische Praxisversuche, wissenschaftliche Untersuchungen sowie zahlreiche Medienbeiträge ihre Stellung innerhalb des Bildungssystems. Sind Jungen tatsächlich die neuen Bildungsverlierer? Welche Probleme, aber auch welche Potenziale ergeben sich für Jungen in unserem Bildungssystem? Welche Herausforderungen bringen Männlichkeitskonzeptionen mit sich?

Dr. Jürgen Budde ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Theorie der Bildung, des Lehrens und Lernens an der Europa-Universität Flensburg. Er interessiert sich für Differenz und Ungleichheit im Bildungssystem, insbesondere anhand von Geschlecht und Behinderung. Darüber hinaus forscht er zu Persönlichkeitsbildung und sozialem Lernen.

Auch in Wiesbaden ist zu beobachten, dass Jungen im Bildungssystem nicht immer die gleichen Leistungen erbringen wie Mädchen. Sie besuchen im Durchschnitt häufiger eine Förderschule und müssen häufiger ein Schuljahr wiederholen. Außerdem erreichen sie seltener das Abitur. Die Gründe hierfür zu erörtern und diese auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen, kann dabei helfen, Veränderungen in der Praxis herbeizuführen.

Weitere Informationen zur Themenreihe „Bildung schafft Zukunft“ sind im beigefügten Flyer oder unter www.wiesbaden.de/bildung-schafft-zukunft zu finden.

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