Wiesbaden – Boelckestraße: Verkehr in Richtung Kastel wechselt die Fahrbahnseite

Hessische-Nachrichten - Wiesbaden - Aktuell -Wiesbaden – An Freitag, 17. Juli, wurde mit der Einrichtung eines neuen Bauabschnittes in der Boelckestraße von der Ernst-Galonske-Straße bis zum Otto-Suhr-Ring begonnen. Die provisorische Verbreiterung der bestehenden Boelckestraße ist damit abgeschlossen, und der Verkehr kann für den neuen Bauabschnitt an den östlichen Fahrbahnrand verlegt werden.

Nach der Verkehrsumlegung erfolgen zunächst die Kampfmittelsondierung sowie die archäologischen Arbeiten in dem Ausbauabschnitt, bevor dann mit dem eigentlichen Ausbau der Ver- und Entsorgungstrassen und dem Straßenbau auf der westlichen Seite der Boelckestraße begonnen werden kann. Die Boelckestraße wird in einem aufwändigen Projekt in ihrer Leistungsfähigkeit für das Gewerbegebiet Petersweg Ost erweitert und umgebaut. Dabei werden auch alle unterirdischen Versorgungsleitungen für Wasser, Gas, Strom und die digitale Glasfaser-Infrastruktur im Kreuzungsbereich Boelckestraße/Otto-Suhr-Ring modernisiert und neu verlegt.

Während der gesamten Bauzeit ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, sodass Verkehrsteilnehmer gebeten werden, wenn möglich, den Bereich großräumig zu umfahren. Bis September 2021 sollen die Arbeiten in Richtung Wiesbaden die Ernst-Galonske-Straße erreichen. Voraussichtlich im Jahr 2022 wird dann die Verbreiterung in Richtung A 671 fertiggestellt.

Die bisherigen Umleitungen im Gebiet behalten auch für die nächsten Monate ihre Gültigkeit. Die Pläne und weitere Informationen sind im Internet auf der Seite der Stadt Wiesbaden hinterlegt, wiesbaden.de/boelckestrasse.

Die Umlegung des Verkehrs ist nur die sichtbare Spitze des komplexen Bauvorhabens. Denn auch im Untergrund müssen in diesem Abschnitt alle Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen für die Versorgung des Stadtteils Mainz-Kastel sowie darüber hinaus abschnittsweise um- oder neu verlegt werden. Die Arbeit ist zeitaufwändig und nicht offensichtlich. Diese Arbeiten können nur abschnittsweise verlegt werden, um die Bewegung mit den Geräten auf der Baustelle noch zu ermöglichen und die Arbeiten durchführen zu können sowie die Versorgung aller Abnehmer/Kunden und den Brandschutz jederzeit zu gewährleisten.

Außerdem müssen zur Aufrechterhaltung der Versorgung des bestehenden Gewerbegebiets teilweise umfangreiche provisorische Leitungstrassen hergestellt werden, die den gleichen hygienischen Standard aufweisen müssen wie die bestehenden Leitungen. Das heißt: Jede Verbindungsnaht der Rohrleitungen muss nach der Herstellung mit verschiedenen Verfahren geprüft werden. Bevor die Prüfberichte nicht vorliegen, kann die Rohrleitung nicht isoliert und der Graben verschlossen werden. Alle einzelnen Rohrleitungsstränge müssen vor der Einbindung in das Netz gereinigt und insbesondere für die Trinkwasserleitungen eine Probe im Labor auf Keimfreiheit untersucht und freigegeben werden. Vorher darf eine Einbindung in das bestehende Leitungsnetz nicht erfolgen. Andere Abschnitte/Leistungen der Umlegearbeiten können erst dann begonnen werden, wenn die alten Leitungen entfernt wurden, um Platz für die neuen Leitungstrassen zu schaffen.

Zudem gibt es ein Hygienekonzept für die Baustellen, nach denen die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Arbeitskräfte in einem Baubereich nach Möglichkeit geringgehalten wird, um den Anforderungen in der Corona-Pandemie einzuhalten. So arbeiten verschiedenen Firmen derzeit grundsätzlich nicht in einem Graben/Baufeld zusammen, sondern lediglich nacheinander oder wenn möglich mit größerem Abstand was den Anschein erwecken kann, dass nur wenig Personal auf der Baustelle tätig ist. „Es kann nur ein Schritt nach dem anderen gemacht werden, was für einen Außenstehenden durchaus den Eindruck erwecken kann, dass es auf der Baustelle nicht weitergeht, da ein Graben auf und wieder zugemacht wird, um dann direkt daneben wieder einen Graben auf und zuzumachen. Aber die einzelnen Teilleistungen können versorgungstechnisch leider nur nacheinander und nicht gleichzeitig ausgeführt werden“, erklärt Karsten Hense vom Wiesbadener Tiefbau- und Vermessungsamt als verantwortlicher Projektleiter.

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