Wiesbaden – Digitalpakt: Verteilung der Mittel für den Ausbau an Wiesbadener Schulen steht fest

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Bildung: „Mit dem Beschluss zur Verwendung der Digitalpaktmittel steht nun auch fest, welche Schule wann digital ertüchtigt wird. Das ist ein gutes und wichtiges Signal für die Wiesbadener Schulen“, erläutert Schuldezernent Axel Imholz die endgültige Beschlussfassung des Haupt- und Finanzausschusses.

Von den bundesweit fünf Milliarden Euro Digitalpaktmitteln entfallen laut Imholz, der auch Stadtkämmerer ist, auf das Land Hessen 372 Millionen Euro. Durch die Aufstockung durch Land und Stadt kommen die hessischen Schulen auf 500 Millionen Euro wovon zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur rund 20,6 Millionen auf Wiesbaden entfallen.

„Mit der Umsetzung der jetzt beschlossenen Maßnahmen ist Wiesbaden landesweit gut dabei, wenn es um die Umsetzung des Digitalpaktes geht“, lobt Imholz die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schulamtes und des Medienzentrums für die Fleißarbeit, alle Wiesbadener Schulen untersucht, bewertet und mit Maßnahmen versehen zu haben. Gleichzeitig bedauert Imholz, dass es nicht gelungen ist, Bund und Land davon zu überzeugen, auch dauerhaft Mittel für den Support der Geräte und der Software, für Netzwerk und Installation bereitzustellen. „Hier werden die Städte und Landkreise als Schulträger leider einmal mehr alleine in die Verantwortung genommen, denn jedes Gerät ist nur so gut, wie die Pflege und Administration.“

Gefördert werden laut Bundesprogramm der Aufbau und die Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände, die Einrichtung von WLAN, der Aufbau und die Weiterentwicklung digitaler Lehr-Lern-Infrastrukturen, die das Landesangebot sinnvoll ergänzen. Auch die Anschaffung von Anzeige- und Interaktionsgeräten, zum Beispiel interaktive Tafeln, Beamer, Displays nebst dazugehöriger Steuerungsgeräte, die Ausstattung mit digitalen Arbeitsgeräten, beispielsweise für die technisch-naturwissenschaftliche Bildung oder fachrichtungsbezogene Bildung an beruflichen Schulen, die Einrichtung von Strukturen für die professionelle Administration und Wartung digitaler Infrastrukturen im Zuständigkeitsbereich von Schulträgern ist unterstützungsfähig.

Ebenfalls gefördert werden Schulgebundene Laptops, Notebooks und Tablets, wenn die Schule am Ende des Förderzeitraums über die oben beschriebene, förderfähige digitale Vernetzung verfügt und spezifische fachliche oder pädagogische Anforderungen solche Geräte erfordern. Außerdem muss die Nutzung der Geräte im so genannten technisch-pädagogischen Einsatzkonzept der Schule dargestellt sein. Auch dürfen bei Anträgen für allgemeinbildende Schulen die Gesamtkosten für mobile Endgeräte am Ende der Laufzeit des Investitionsförderprogramms 20 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens nicht überschreiten.

Der Anteil für die Landeshauptstadt Wiesbaden beträgt 20.598.269 Euro. Der Umsetzung des Digitalpakts Schule und Landesprogramm Digitale Schule Hessen für den Zeitraum 2020 bis 2024 wurde von der Stadtverordnetenversammlung am 13. Februar 2020 grundsätzlich zugestimmt. Die unterschiedlichen Maßnahmen an den Schulen wurden je nach Dringlichkeit auf die Jahre 2020 bis 2024 aufgeteilt. Bei der Festlegung der Prioritäten wurde der Status Quo an den Schulen berücksichtigt, sowohl was die Infrastruktur als auch die Ausstattungskonzepte angeht. Es wurde natürlich auch bedacht, welche Maßnahmen jeweils aufeinander aufbauen.

Der Digitalpakt ist in erster Linie ein Infrastrukturprogramm. An vielen Wiesbadener Schulen ist die Datenverkabelung zu ergänzen, an wenigen Gebäuden ist sie komplett neu zu realisieren. Durch die Umsetzung des Digitalpakts wird erreicht, dass alle Wiesbadener Schulen über eine dem derzeitigen Stand der Technik entsprechende Verkabelung und ein leistungsfähiges WLAN verfügen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausstattung der Unterrichtsräume mit Präsentationsmedien. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen im Rahmen der Ausstattung aus dem Medienentwicklungsplan gibt die EDV-Projektgruppe eine begrenzte Auswahl von Ausstattungsstandards vor. Abhängig von den Wünschen der Schulen werden dabei Interaktive Displays, Beamerlösungen oder großformatige Bildschirme zum Einsatz kommen. Allen gemeinsam ist, dass auf diese Präsentationsmedien mit Hilfe von drahtlosen Technologien Bildschirminhalte verschiedenster digitaler Endgeräte gespiegelt werden können (Streaming).

Die Umsetzung des Digitalpakts in der Landeshauptstadt Wiesbaden ist gut vorbereitet. Seit vielen Jahren beschäftigt sich die „EDV-Projektgruppe“, die sich aus Lehrern, Mitarbeitern des Medienzentrums und Fachleuten der Schulverwaltung (sowohl des städtischen als auch des Staatlichen Schulamtes) zusammensetzt, mit der Entwicklung und Fortschreibung des Medienentwicklungsplans und der Umsetzung der Digitalisierung in den Wiesbadener Schulen. Insofern kann auf eine gute und aktuelle Grundlage zurückgegriffen werden und auf dieser Basis die Weiterentwicklung unter den Rahmenbedingungen des Digitalpakts erfolgen.

Erste umfassende Anträge sind gestellt und zum Teil bereits genehmigt. So werden im Jahr 2020 insgesamt elf Schulen neu verkabelt und mit WLAN versehen. An vielen Schulen werden Präsentationsgeräte installiert, einige PC-/Informatikräume werden neu ausgestattet und an etwa 30 Schulen wird eine automatisierte Betriebssystem- und Softwareverwaltung etabliert.

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