Wiesbaden – Einsatzreicher Sommertag für die Feuerwehr Wiesbaden

Viele Einsätze am heutigen Freitag innerhalb weniger Stunden.

Hessische-Nachrichten - Wiesbaden - Aktuell -Wiesbaden – Am heutigen Freitag war die Feuerwehr Wiesbaden durch eine Reihe paralleler Einsätze gefordert, die oftmals durch das Piepsen von Rauchmeldern ausgelöst wurden.

Um kurz vor halb zehn lief die Brandmeldeanlage eines Einkaufszentrums in der Nähe des Hauptbahnhofes ein, woraufhin die Leitstelle Einsatzleitwagen, Löschfahrzeug und Drehleiter der Feuerwache 1 alarmierte. Die Erkundung durch Einsatzkräfte vor Ort ergab, dass ein Rauchmelder im Anlieferungsbereich durch Abgase eines LKW ausgelöst hatte. Eine Gefahr bestand nicht, so dass der Einsatz rasch beendet werden konnte.

Wenige Minuten später (09:46 Uhr) meldete ein Anrufer über Notruf 112 einen piepsenden Heimrauchmelder mit Brandgeruch in der Alsenstraße in Mainz-Kastel. Neben Einsatzkräften der Feuerwache 2 wurde durch die Leitstelle auch die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Kostheim alarmiert. Bei der Erkundung zeigte sich, dass es sich um eine Fehlfunktion des Rauchmelders handelte. Ein ähnliches Bild zeigte sich wenig später auch in der Heppenheimer Straße in Stadtteil Biebrich (10:08 Uhr). Nachdem die Einsatzkräfte sich durch ein Fenster Zugang zur Wohnung verschaffen konnten, wurde auch hier ein Rauchwarnmelder vorgefunden, der ohne ersichtlichen Grund ausgelöst hatte.

Um ca. 10:40 Uhr wurde dann ein Brand in der Breslauer Straße in Wiesbaden-Biebrich gemeldet. Im Dachgeschoss der Gebäudes brannte es in einer Küche. Das Feuer konnte von einem Trupp unter Atemschutzgerät rasch gelöscht werden. Auch bei diesem Einsatz wurden die Nachbarn durch das Piepsen eines Rauchwarnmelders auf den Zwischenfall aufmerksam (s. auch separater Pressebericht).

Danach ging es Schlag auf Schlag: Zuerst berichtete ein Anrufer von einem piepsenden Rauchwarnmelder in einem Einfamilienhaus in der Straße Am Gräselberg (11:30 Uhr), wiederum im Stadtteil Biebrich. Auch hier wurde der Löschzug der Feuerwache 1 entsendet. Da von außen keine Anzeichen für einen Brand sichtbar waren, wurde mit Spezialwerkzeug ein gekipptes Fenster geöffnet um die Wohnung zu betreten. Dieses Mal handelte es sich wiederum um die Fehlfunktion eines Rauchwarnmelders.

Parallel zu diesem Ereignis wurde ein Brand im Bereich der Bahnstrecke am Ortsausgang von Mainz-Kostheim Fahrtrichtung Hochheim gemeldet (11:48 Uhr). Da zuerst vermutet wurde, dass es sich um einem Brand in einem Transformator handelte, wurden umfangreiche Kräfte von Berufsfeuerwehr sowie erneut die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Kostheim alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde deutlich, dass der Transformator allerdings nicht betroffen war, sondern aufgrund von Funkenflug an einem Zug ein kleiner Flächenbrand ausgelöst wurde. Dieser konnte von einem Bediensteten der Deutschen Bahn bereits gelöscht werden.

Die Einsatzkräfte befanden sich noch auf der Rückfahrt zu den Feuerwachen als fast zeitgleich aus der Blumenthalstraße (12:10 Uhr) und der Bachmayerstraße (12:13 Uhr) Meldungen über Brände eingingen. Die Leitstelle setzte die verfügbaren Einheiten aller Feuerwachen daraufhin umgehend in Marsch. Glücklicherweise konnte an beiden Einsatzstellen rasch Entwarnung gegeben werden. In der Blumenthalstraße war eingebranntes Kochgut für den Brandgeruch und die Auslösung des Rauchwarnmelders verantwortlich, in der Bachmayerstraße war ein Lappen auf dem eingeschalteten Herd in Brand geraten und Ursache der Rauchentwicklung. Hier mussten von den Einsatzkräften Belüftungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Die heutigen Einsätze haben, wenngleich gelegentlich auch Fehlfunktionen in Kauf genommen werden müssen, wieder einmal gezeigt, dass Rauchwarnmelder geeignet sind, Brände im Anfangsstadium zu detektieren und die Bewohner und Nachbarn auf das drohende Schadensereignis aufmerksam zu machen.

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