Wiesbaden – Flüssiggasaustritt am Gustav-Stresemann-Ring

Montag kam es zu einem Austritt von Flüssiggas im Bereich des Gustav-Stresemann-Ringes.

Hessische-Nachrichten - Wiesbaden - Aktuell -Wiesbaden – Die Feuerwehr Wiesbaden wurde am Montag um ca. 14.10 Uhr von einem Haustechniker des statistischen Bundesamtes im Gustav-Stresemann-Ring über einen Gasaustritt an einem unterirdischen Flüssiggastank im Außenbereich informiert. Die Zentrale Leitstelle alarmierte daraufhin Kräfte aller Feuerwachen der Berufsfeuerwehr sowie ein Rettungswagen an die Einsatzstelle.

Vor Ort konnten die Einsatzkräfte den Gasaustritt bestätigen. Umgehend wurde deshalb der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt und Maßnahmen zur Sicherung des Brandschutzes ergriffen. Außerdem kamen Messgeräte zum Einsatz, um einen evtl. Explosionsbereich um den Gastank feststellen zu können.

Nach einer umfangreichen und langwierigen Erkundung konnte festgestellt werden, dass durch ausströmendes heißes Wasser aus einer defekten unterirdischen Fernwärmeleitung der Flüssiggastank erwärmt wurde. Dadurch kam es zu einem Druckanstieg im Behälter und im weiteren Verlauf zu einem Abblasen des Gases über das Überdruckventil. Die Fernwärmeleitung wurde durch den Energieversorger abgeschaltet. Der Tank wurde durch die Einsatzkräfte teilweise freigelegt und mit Wasser gekühlt.

Vorsorglich wurde begonnen Anwohnerinnen und Anwohner in einem gefährdeten Umkreis zu evakuieren. Eine Fachfirma wurde an die Einsatzstelle bestellt, die aktuell ein kontrolliertes Abfackeln des austretenden Flüssiggases durchführt, während die Umgebung mit mehreren Strahlrohren und unter Einsatz von Wasserwerfen gekühlt wird.

Parallel kam es im Stadtgebiet zu einer Vielzahl an weiteren Feuerwehreinsätzen wie Wohnungsbrand, Austritt von Kohlenmonoxid, Abstürzende Gerüstteile und weiteres.

Aufgrund der weiträumigen Straßensperrungen im Bereich des Gustav-Stresemann-Ringes bitten wir alle Verkehrsteilnehmer, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Weitere Informationen folgen.

Handlungsempfehlungen für Bürgerinnen und Bürger im BETROFFENEN GEBIET:

– Achten Sie auf ausströmendes Gas. Ein Hinweis darauf können Zischgeräusche oder ein gastypischer Geruch sein
– Benutzen Sie keine Streichhölzer, Feuerzeuge oder Ähnliches. Werfen Sie keine brennenden Zigaretten weg: Offenes Feuer kann in Kombination mit ausströmenden Gas zu Explosionen und Bränden führen
– Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie Lüftungen und Klimaanlagen ab
– Bleiben Sie im Gebäude und weisen Sie auf Anweisung der Feuerwehr oder der Polizei
– Informieren Sie ihre Nachbarn

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