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Wiesbaden – Internationaler Tag der Umwelt stellt Insektenschutz in den Fokus

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Die erste Umwelt-Konferenz der Vereinten Nationen fand im Juni 1972 in Stockholm statt. In Erinnerung an dieses Treffen, das den Beginn der internationalen Umweltpolitik markiert hat, haben die Vereinten Nationen den 5. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. Seitdem beteiligen sich weltweit rund 150 Staaten mit Informationen und Aktionen am „World Environment Day“, um das Umweltbewusstsein zu schärfen. Der diesjährige „Tag der Umwelt“ steht unter dem Motto „Insekten schützen – Vielfalt bewahren!“.

Forschungsergebnissen zufolge zeigen 40 Prozent der Insektenarten weltweit einen Rückgang. „Auch in Deutschland ist die Lage dramatisch: Allein in 27 Jahren hat die Gesamtmenge der Insekten um 27 Prozent abgenommen“, so Umwelt- und Grünflächendezernent Andreas Kowol. Aufgrund einer aktuellen Auswertung von rund 70 Einzelstudien halten Forscher ein Aussterben vieler Insekten im Laufe der nächsten 100 Jahre für möglich – mit katastrophalen Folgen für die Menschen. „Wir müssen schleunigst mehr für den Artenschutz tun“, betont der Umweltdezernent. „Dies betrifft Pflanzen- wie Tierarten gleichermaßen, denn beide hängen eng zusammen. Nichtsdestotrotz bin ich verhalten optimistisch, dass langsam ein Umdenken stattfindet – das hat auch das Volksbegehren zum Artenschutz in Bayern gezeigt.“

Die Landeshauptstadt Wiesbaden ist im vergangenen Jahr dem Verein „Kommunen für biologische Vielfalt“ beigetreten, um sich für mehr Artenvielfalt einzusetzen. Als eine erste Maßnahme wurde das Förderprogramm „Blühende Landschaften und Lebensräume in Wiesbaden“ aufgelegt: Einzelpersonen, Vereine, Initiativen oder Institutionen können jetzt zum Beispiel für die Neupflanzung von Bäumen und Hecken oder für die Wiederherstellung von brachgefallenen Streuobstwiesen Zuschüsse erhalten. „Auch auf unseren eigenen Flächen setzen wir Projekte um“, erläutert Kowol. „Am Gustav-Stresemann-Ring lassen wir gerade auf einer 5000 Quadratmeter großen, ehemaligen Rasenfläche eine Blühwiese heranwachsen. An verschiedenen Stellen werden derzeit Bachläufe renaturiert und entlang der Gewässer verstärkt Futterwiesen für Insekten angelegt“.

Als eine Hauptursache für das Insektensterben gilt der Einsatz von Dünge- und Unkrautvernichtungsmitteln in der intensiven Landwirtschaft. „Der Kauf von Bio-Lebensmitteln, am besten saisonal und aus der Region, leistet einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von Bienen und anderen Insekten. Da kann jede und jeder mitmachen“, empfiehlt der Umweltdezernent. Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat steht als das am meisten verkaufte Herbizid, das zum Artensterben beiträgt, in der Kritik. Die Landeshauptstadt Wiesbaden verbietet deshalb seit Januar 2018 die Verwendung von glyphosathaltigen Mitteln auf landwirtschaftlich verpachteten Flächen und rät auch Privatpersonen von der Nutzung ab.

Interessierte, die im eigenen Garten oder auf dem Balkon für mehr Artenvielfalt sorgen möchten, erhalten im Umweltladen, Luisenstraße 19, praktische Informationen zum Gärtnern ohne Gift und zum Anlegen eines insektenfreundlichen Naturgartens sowie verschiedene Nisthilfen, Saatgut sowie den aktuellen Flyer „Blühende Vorgärten“.

+++

Herausgeber / Ansprechpartner:
Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden
Schlossplatz 6
65183 Wiesbaden

 

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Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Die erste Umwelt-Konferenz der Vereinten Nationen fand im Juni 1972 in Stockholm statt. In Erinnerung an dieses Treffen, das den Beginn der internationalen Umweltpolitik markiert hat, haben die Vereinten Nationen den 5. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. Seitdem beteiligen sich weltweit rund 150 Staaten mit Informationen und Aktionen am „World Environment Day“, um das Umweltbewusstsein zu schärfen. Der diesjährige „Tag der Umwelt“ steht unter dem Motto „Insekten schützen – Vielfalt bewahren!“.

Forschungsergebnissen zufolge zeigen 40 Prozent der Insektenarten weltweit einen Rückgang. „Auch in Deutschland ist die Lage dramatisch: Allein in 27 Jahren hat die Gesamtmenge der Insekten um 27 Prozent abgenommen“, so Umwelt- und Grünflächendezernent Andreas Kowol. Aufgrund einer aktuellen Auswertung von rund 70 Einzelstudien halten Forscher ein Aussterben vieler Insekten im Laufe der nächsten 100 Jahre für möglich – mit katastrophalen Folgen für die Menschen. „Wir müssen schleunigst mehr für den Artenschutz tun“, betont der Umweltdezernent. „Dies betrifft Pflanzen- wie Tierarten gleichermaßen, denn beide hängen eng zusammen. Nichtsdestotrotz bin ich verhalten optimistisch, dass langsam ein Umdenken stattfindet – das hat auch das Volksbegehren zum Artenschutz in Bayern gezeigt.“

Die Landeshauptstadt Wiesbaden ist im vergangenen Jahr dem Verein „Kommunen für biologische Vielfalt“ beigetreten, um sich für mehr Artenvielfalt einzusetzen. Als eine erste Maßnahme wurde das Förderprogramm „Blühende Landschaften und Lebensräume in Wiesbaden“ aufgelegt: Einzelpersonen, Vereine, Initiativen oder Institutionen können jetzt zum Beispiel für die Neupflanzung von Bäumen und Hecken oder für die Wiederherstellung von brachgefallenen Streuobstwiesen Zuschüsse erhalten. „Auch auf unseren eigenen Flächen setzen wir Projekte um“, erläutert Kowol. „Am Gustav-Stresemann-Ring lassen wir gerade auf einer 5000 Quadratmeter großen, ehemaligen Rasenfläche eine Blühwiese heranwachsen. An verschiedenen Stellen werden derzeit Bachläufe renaturiert und entlang der Gewässer verstärkt Futterwiesen für Insekten angelegt“.

Als eine Hauptursache für das Insektensterben gilt der Einsatz von Dünge- und Unkrautvernichtungsmitteln in der intensiven Landwirtschaft. „Der Kauf von Bio-Lebensmitteln, am besten saisonal und aus der Region, leistet einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von Bienen und anderen Insekten. Da kann jede und jeder mitmachen“, empfiehlt der Umweltdezernent. Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat steht als das am meisten verkaufte Herbizid, das zum Artensterben beiträgt, in der Kritik. Die Landeshauptstadt Wiesbaden verbietet deshalb seit Januar 2018 die Verwendung von glyphosathaltigen Mitteln auf landwirtschaftlich verpachteten Flächen und rät auch Privatpersonen von der Nutzung ab.

Interessierte, die im eigenen Garten oder auf dem Balkon für mehr Artenvielfalt sorgen möchten, erhalten im Umweltladen, Luisenstraße 19, praktische Informationen zum Gärtnern ohne Gift und zum Anlegen eines insektenfreundlichen Naturgartens sowie verschiedene Nisthilfen, Saatgut sowie den aktuellen Flyer „Blühende Vorgärten“.

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