Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Die wohl bekannteste Thermalquelle Wiesbadens ist der Kochbrunnen am Kranzplatz. Die Natrium-Chlorid-Thermalquelle war im 19. Jahrhundert Zentrum der Wiesbadener Trinkkur und ist auch heute noch ein Wahrzeichen von Wiesbaden. Der Name Kochbrunnen bezieht sich auf die Wassertemperatur von über 66 Grad Celsius.

Am Kochbrunnenspringer lassen sich die Sinterablagerungen deutlich erkennen, für die Wiesbaden in der Römerzeit bekannt war und die als „Mattiakische Kugeln“ zum Färben von Haaren benutzt wurden. Der rötlich-gelbe Belag wächst jährlich um sieben Zentimeter. Er muss oft entfernt werden, damit er den muschelförmigen Brunnen nicht erdrückt. Die nächste Reinigung dies findet am Dienstag, 16., und Mittwoch, 17. Juni, statt. Wer an den mineralischen Ablagerungen interessiert ist, kann sich am Dienstag vor Ort einen Sinterstein abholen.

Der Kochbrunnen ist eine der so genannten Primärquellen Wiesbadens. Nur ein kleiner Teil des Wassers speist die Trinkstelle im Kochbrunnenpavillon und den „Kochbrunnenspringer“. Die Hauptmenge wird in die Aufbereitungsanlage der Kaiser-Friedrich-Therme gegeben. Von dort aus gelangt das Wasser in das weit verzweigte Thermalwassernetz der Stadt. Das Wiesbadener Quellwasser ist besonders wertvoll zur Linderung rheumatischer und orthopädischer Erkrankungen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.mattiaqua.de.

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