Hessische-Nachrichten - Wiesbaden - Aktuell -Wiesbaden – In seiner Sitzung am Dienstag, 29. Mai, hat der Magistrat grünes Licht für die Finanzierung einer Machbarkeitsuntersuchung zur Vollendung des Platzes der deutschen Einheit gegeben.

Die von Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler eingebrachte und von seinen Magistratskollegen Andreas Kowol, Axel Imholz und Christoph Manjura mitunterzeichnete Sitzungsvorlage verfolgt das Ziel, nach dem Vorliegen der Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung eine Entscheidung über die Vollendung des Ensembles am Platz der deutschen Einheit treffen zu können.

„Nach vielen Jahren des Stillstands wollen wir nun die ungeordneten Verhältnisse beenden und einen urbanen Stadtplatz mit Schule, Kita, Läden und Freiflächen schaffen“, beschreibt Kessler die Zielsetzung der Stadtentwicklung. Nach den Ergebnissen des Wettbewerbs aus dem Jahr 2008 fehlt nach der Fertigstellung der Sporthalle im Jahr 2014 und des Quartiersplatzes im Jahr 2015 noch die Umsetzung des sogenannten Stadtplatzes zwischen der Sporthalle und der Elly-Heuss-Schule.

„Die Realisierung des Stadtplatzes stellt das zentrale Element bei der städtebaulichen Aufwertung des Bereiches an der wichtigen Schnittstelle zwischen Innenstadt und Westend dar. Als multifunktionaler Stadtraum und erweiterter Schulhof für die Oberstufe des größten Wiesbadener Gymnasiums wird er zudem eine sichere und bequeme Anbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen City und Westend bilden. Mit dem geplanten Abriss des ‚Alten Arbeitsamtes‘ und dem Neubau eines Ersatzgebäudes weiter südlich, wird die städtebauliche Situation im Bereich des Übergangs von der Schwalbacher Straße ins Westend insgesamt deutlich aufgewertet. Der Stadtplatz wird sich mit der baulichen Veränderung zur Innenstadt hin öffnen, der Neubau wird mit einer Orientierung zum Straßenraum hin zukünftig zu einer Belebung der Schwalbacher Straße beitragen“, erläutert der Dezernent.

Die architektonischen Planungen für die Gestaltung des künftigen Stadtplatzes wurden im Zuge der Gesamtplanung bereits abgeschlossen, die bauliche Umsetzung kann jedoch erst nach Niederlegung des zum Teil auf der künftigen Platzfläche stehenden Gebäudes erfolgen. Mit der Beauftragung kann eine Grundsatzentscheidung für die weitere Beauftragung der Entwurfsplanungen (LP 3 HOAI) für den Neubau erfolgen. Die Teilleistungen umfassen die förderfähigen Anteile an der Gebäudeplanung durch das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt Inneres Westend.

Im Anschluss an die Erstellung der Machbarkeitsstudie ist die zeitnahe Umsetzung der Gesamtmaßnahme, insbesondere im Kontext der ergänzenden Mittelzuweisungen des Landes in Höhe von 6,2 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm und die verminderte, ursprünglich zur Refinanzierung der Hessenkasse vorgesehene kommunale Einzahlung von 3 Millionen Euro, zu bewerten.

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