Wiesbaden – Rohbau der Carl-von-Ossietzky-Schule steht – Richtfest wegen Corona abgesagt

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Der Rohbau der Carl-von-Ossietzky-Schule ist fertig. Das für Dienstag, 24. März, vorgesehene Richtfest muss allerdings wegen der aktuellen Situation rund um das Coronavirus abgesagt werden.

„Eigentlich hatten wir für den Dienstag, 24. März, zum Richtfest eingeladen, aber aus den bekannten Gründen musste diese Feier leider abgesagt werden. Ich bin aber sehr froh, dass das neue Domizil unseres Wiesbadener Oberstufengymnasiums nun sichtbar Gestalt annimmt“, so Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende.

Der Neubau der Schule, von vielen kurz CvO genannt, hat eine lange Vorgeschichte. Eine Sanierung des Baus aus den 70er Jahren hätte sich nicht gerechnet, deshalb hatte man sich für einen Neubau entschieden. Im Dezember 2012 entschieden die Stadtverordneten, die CvO neu zu bauen. Die nachfolgenden Jahre waren mit längeren Planungen verbunden, die unter Bündelung aller beteiligten Kräfte am 5. Dezember 2018 zum Spatenstich führten. Baudezernent Hans-Martin Kessler und Schuldezernent Axel Imholz betonten dabei aus ihrer jeweiligen Perspektive die Wichtigkeit dieses Vorhabens und die Notwendigkeit, der Schulgemeinschaft nach längerem Warten nun zügig zu einer neuen Bleibe zu verhelfen. Hochbauamt und Schuldezernat werden bis zum Einzugstermin diesem Ziel verpflichtet bleiben.

Für die Wiesbadener Schullandschaft hat sich die Perspektive von 2012 auch entscheidend geändert, da die Ossietzky-Schule nunmehr das einzige reine Oberstufengymnasium geworden ist. Dadurch wird über den Neubau die Grundversorgung für Übergänge nach der 10. Klasse besonders für Gesamt- und Realschulen Wiesbadens gesichert – die damalige Richtungsentscheidung erweist sich im Nachhinein als perspektivisch und notwendig, die 2020 stark angestiegenen Anmeldezahlen belegen zusätzlich die Güte der intern geleisteten pädagogischen Arbeit: „Lernziel Engagement“ wird angewählt.

Baudezernent Kessler: „Der Neubau wird nicht nur bestmögliche Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler sowie hervorragende Lehrbedingungen für die Lehrerinnen und Lehrer bieten, er genügt auch ökologischen Anforderungen. So wurden zum Beispiel die Auswirkungen des Baukörpers auf das Klima im Stadtgebiet genauestens untersucht und die Gebäudekubatur wurde so festgelegt, dass die Kaltluftströme nicht beeinflusst werden. Auch die Gebäudetechnik genügt mit Fernwärmeanschluss, LED-Beleuchtung und Photovoltaikanlage auf dem Dach modernsten Anforderungen.“

Eine weitere Anforderung der heutigen Zeit ist es, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern einen qualifizierten Schulabschluss zu vermitteln. „Eben diese Funktion hat ein Oberstufengymnasium wie die Carl-von-Ossietzky-Schule“, erläutert Schuldezernent Imholz. „Ein Schulgebäude auf dem neusten Stand ist unerlässlich für qualifizierte Bildung und Lernerfolg.“ Imholz und Kessler danken aus diesem Anlass den Kolleginnen und Kollegen aus Schul- und Hochbauamt, die optimale Vorplanungen zur Realisierung des Projektes geleistet hätten.

Gute Bildung für Wiesbaden bekommt durch den modern ausgestatteten Neubau an der Carl-von-Ossietzky-Straße somit ein neues Aushängeschild. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende gratuliert der Schulgemeinschaft mit Schulleiter Niko Lamprecht zum erreichten „Richtfest-Etappenziel“ und sichert weitere Unterstützung auf dem Weg zum gelingenden Umzug im Verlauf des Schuljahres 2020/21 zu. Der Neubau kostet einschließlich der Aufwendungen für Grunderwerb und Einrichtung mehr als 20 Millionen Euro.

Zurzeit werden 435 Oberstufenschülerinnen und -schüler an der CvO unterrichtet. Schulleiter Niko Lamprecht rechnet mit mehr als 450 Schülerinnen und Schülern nach der Fertigstellung im neuen Schuljahr.

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