Wiesbaden – Stadtentwicklung: Neue Nightliner-Ringlinie

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Stadtentwicklung: Für den kommenden Fahrplanwechsel sehen Verkehrsdezernat und ESWE Verkehr für den Nachtverkehr eine Innovation vor: Eine zusätzliche Nachtbuslinie N13 soll täglich von 1.15 bis 4 Uhr im Viertelstundentakt im Ringverkehr vom Hauptbahnhof über Bahnhofstraße, Friedrichstraße, Bleichstraße und ersten Ring zurück an den Hauptbahnhof verkehren.

„Bisher gibt es nachts, vor allem wochentags, eine Lücke im Wiesbadener Busverkehr. Das erschwert es vor allem für Menschen mit Schichtarbeit, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Mit der neuen Nacht-Ringlinie wollen wir eine Grundversorgung für die Innenstadt schaffen. Wir leben in einer Landeshauptstadt, da soll in Zukunft niemand mehr mitten in der Nacht am Hauptbahnhof stranden ohne zu wissen, wie es weitergeht“, sagt Verkehrsdezernent Andreas Kowol. Mit der neuen N13 greifen wir auch den Wunsch des Jugendparlaments auf, den Nachtbusverkehr auszubauen. Wir machen damit unsere Stadt, immerhin die zweitgrößte Stadt im Rhein-Main-Gebiet, so auch für junge Menschen attraktiver“, so Kowol.

Die Ringlinie soll mit ihren elf Stationen die bevölkerungsreichen Stadtteile Mitte, Westend, Rheingauviertel und Südost erschließen.

Jörg Gerhard, Geschäftsführer von ESWE-Verkehr, fügt hinzu: „Der S-Bahn-Verkehr vom und zum Wiesbadener Hauptbahnhof wurde zuletzt vom RMV auf die ganze Nacht ausgeweitet. Wiesbaden ist damit aus Richtung Frankfurt, Mainz, Rüsselsheim und Flughafen rund um die Uhr erreichbar. Die N13 wird ein wichtiger Zu- und Abbringer zu eben diesen Verbindungen am Hauptbahnhof sein.“ An einigen der N13-Haltestellen sind zudem meinRad-Vermietstationen vorhanden oder geplant. „Wenn man Bus und Rad kombiniert, lässt sich der Einzugsradius des neuen Nightliners nochmal vergrößern“, so Gerhard.

Auch Silas Gottwald, Vorsitzender des Jugendparlaments, begrüßt die geplante Einführung des neuen Nightliners: „Die Umsetzung einer Ring-Linie im Viertelstundentakt bedeutet eine enorme Angebotsverbesserung, die in dieser Form alle Erwartungen übertrifft. Die Förderung des ÖPNV bei Nacht ist ein starkes Signal an alle, die gegen einen Verfall des Wiesbadener Nachtlebens ankämpfen.“

Die neue Ringlinie soll zunächst in einem zweijährigen Probebetrieb getestet werden.

Für den Fahrplanwechsel schlagen Verkehrsdezernent und ESWE Verkehr weitere Angebotsausweitungen im Busverkehr vor; so werden unter anderem die Taktungen der Linie 33 Richtung Fasanerie und der Linie 4 verdichtet sowie verschiedene Stadtgebiete durch geänderte Linienführungen bzw. Anruf-Sammeltaxis (AST) besser erschlossen, beispielsweise Komponistenviertel, Schierstein und Kastel.

Die Sitzungsvorlage Fahrplanwechsel 2019 wurde am Dienstag, 2. Mai, vom Magistrat an die Wiesbadener Ortsbeiräte weitergeleitet und soll im Falle der Zustimmung
der Stadtverordnetenversammlung am 15. Dezember in Kraft treten.

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