Wiesbaden – Stadtentwicklung: Wohngebiet „Lange Seegewann“ in Delkenheim

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Stadtentwicklung: Mit dem erweiterten Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Lange Seegewann“ hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 6. Mai, den Weg frei gemacht für die Realisierung des geplanten Wohngebiets im Ortsbezirk Delkenheim. Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler begrüßt die Entscheidung: „Damit ist ein weiterer Meilenstein zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau von dringend erwarteten rund 175 Wohneinheiten erreicht.“

Der rund fünf Hektar große Geltungsbereich des nun aufzustellenden Bebauungsplans Lange Seegewann schließt südwestlich an den gewachsenen Ortsbezirk Delkenheim an. Im Norden wird das Gebiet durch die Straße „Pfarrmorgen“ und den Grünraum „Elisabethenstraße“ begrenzt, im Osten durch die „Rosenheimer Straße“, im Südosten durch die namensgebende Straße „Lange Seegewann“ und im Westen durch das Betriebsgelände des Betonwerks der Firma Dyckerhoff. Entstehen soll ein modernes, durchgrüntes Wohngebiet mit hochwertigen öffentlichen Räumen und zahlreichen internen Fußwegeverbindungen. Die geplante Wohnbebauung soll aus Reihenhäusern, Doppelhäusern und Geschosswohnungen, davon mindestens 30 förderfähige Wohneinheiten, bestehen. Stadtrat Kessler: „Damit tragen wir dem allgemeinen Ziel der Landeshauptstadt Wiesbaden Rechnung, auch in den östlichen Vororten dringend benötigten Wohnraum für verschiedene Bevölkerungsgruppen zu schaffen – wie schon in den Baugebieten Hainweg in Nordenstadt und Bierstadt-Nord.“ Vorgesehen ist ferner eine Kindertagesstätte.

Verkehrlich soll das Gebiet über eine Bushaltestelle am Quartiersplatz an den ÖPNV angeschlossen werden. Am nördlichen Rand des Plangebiets verläuft die „Elisabethenstraße“, eine historische Straße der Römer, die als Teil der Regionalparkroute RheinMain Radfahrer und Fußgänger mit der Umgebung vernetzt. Die Planung berücksichtigt zudem unter anderem durch die Freihaltung von Belüftungsachsen die stadtklimatischen Erfordernisse, die sich aus dem Klimawandel ergeben.

Die gegenüber der ursprünglichen Rahmenplanung von 2014 überarbeitete städtebauliche Planung mit einem erweiterten Geltungsbereich und einer um rund 50 Prozent erhöhten Anzahl an Wohneinheiten wurde bereits 2018 in der Öffentlichkeit und im Ortsbeirat vorgestellt. In der Zwischenzeit ist es gelungen, für die Entwicklung des Wohngebietes maßgebliche Lösungen für Fragen des Schallschutzes mit dem benachbarten Golf-Club Main-Taunus e.V. und die Verlagerung des ebenfalls benachbarten Betonmischwerks der Firma Dyckerhoff einvernehmlich mit den Beteiligten vorzubereiten. Die hierbei zu berücksichtigenden vielfältigen Belange wurden intensiv gemeinsam erörtert und werden derzeit vertraglich gesichert. Durch die vereinbarten Lösungen, insbesondere durch die Verlagerung des Dyckerhoff-Werks, konnten die Wohnverhältnisse im neuen Wohngebiet nochmals verbessert werden.

Die nächsten Verfahrensschritte sind nun die öffentliche Auslegung und Beteiligung der Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange. Zudem wird im weiteren Verfahren das Energiekonzept für das Planungsvorhaben konkretisiert.

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