Wiesbaden – Umwelt: Verhaltenstipps zum Schutz der Land(wirt)schaft

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Umwelt: Aufgrund der aktuellen Situation genießen die Menschen die Natur und sind in Wald und Feld unterwegs.

Dies ist ausdrücklich zu begrüßen, denn jeglicher Aufenthalt in der Natur stärkt das Immunsystem. Dennoch sind bei Spaziergängen oder Radtouren einige Dinge zu beachten, damit die Natur gerade in der Vegetationszeit nicht leidet, was sowohl Flora als auch Fauna und die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte betrifft.

Gerade jetzt fangen auf den Feldern die Feldfrüchte und das Getreide an zu wachsen und müssen geschont werden, damit es nicht zu Ertragseinbußen beziehungsweise Verunreinigungen kommt. Die Landwirtschaft hat, wie auch die Forstwirtschaft, wieder mit der Trockenheit zu kämpfen, daher sollte jegliche zusätzliche Beeinträchtigung unterbleiben. Umweltdezernent Andreas Kowol: „Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger eindringlich, bei Spaziergängen auf den Wegen zu bleiben. Dies gilt ebenso für die vierbeinigen Begleiter. Das Stöbern und Spielen im wachsenden Gras und Getreide führt zur Beunruhigung von Bodenbrütern.“

Innerhalb der von Anfang März bis Ende September andauernden Brut- und Setzzeit gilt nach dem Bundesnaturschutzgesetz ein besonderer Schutz für wild lebende Tiere. In dieser sensiblen Entwicklungsphase verursachen Störungen durch Menschen oder Hunde teils erheblichen Stress und führen bei Wild und Vogelarten zum Verlassen und zur Aufgabe der Nester und der Jungtiere. „Leinen Sie Ihre Hunde deshalb bitte an und tragen Sie durch verantwortungsvolles Handeln dazu bei, dass unsere heimischen Vogelarten, wie beispielsweise die Feldlerche, die Goldammer, das Rebhuhn und die Nachtigall, sowie unser Niederwild, wie Feldhase, Baummarder und Iltis, sich ungestört entwickeln können. Auch wenn Ihr Hund augenscheinlich keine Tiere fängt, ist allein das Auftreten im Randstreifen des Weges ausreichend, um Schäden bei dort brütenden Vögeln oder ruhenden Jungtieren anzurichten, die Sie nicht sehen“, so Kowol weiter.

Auch das „Geschäft“ ist nicht auf den Feldern zu erledigen, denn diese Verunreinigungen führen bei der Heuernte beziehungsweise beim Verfüttern zu Krankheiten bei Kühen und Pferden. Abfall ist in den dafür vorgesehenen Behältnissen zu entsorgen oder mitzunehmen und im Hausmüll zu entsorgen. „Die Natur, die Landwirte sowie alle Naherholungssuchenden werden es Ihnen danken“, sagt der Umweltdezernent abschließend.

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