Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wiesbaden -Wiesbaden – Wirtschaft: Die jüngste Publikation des Amtes für Statistik und Stadtforschung befasst sich mit der Entwicklung der Miet- und Immobilienpreise in Wiesbaden seit den frühen 2000er Jahren.

Dass Wiesbaden ein hohes Preisniveau aufweist und in Zeiten angespannter Märkte kaum Abwärtstrends zu erwarten sind, sind keine neuen Erkenntnisse. Die Dynamik hat in den letzten Jahren allerdings nochmals zugenommen und erschwert die Versorgung mit preisgünstigem Wohnraum für viele Bevölkerungsgruppen in der Landeshauptstadt weiterhin.

Dies zeigt die jüngste Publikation des Amtes für Statistik und Stadtforschung, die sich mit der Entwicklung der Miet- und Immobilienpreise in Wiesbaden seit den frühen 2000er Jahren befasst. Sie erscheint als dritte von vier geplanten Veröffentlichungen in Folge zu Entwicklungstrends des Wiesbadener Wohnungsmarktes.

Dargestellt werden neben allgemeinen Preisentwicklungen verschiedene Teilsegmente des Immobilienmarktes (Eigenheime ebenso wie Eigentumswohnungen im Neubau und Wiederverkauf) sowie die Entwicklung der Angebots- und Bestandsmieten. In fast allen betrachteten Teilindikatoren sind seit 2000 deutliche Steigerungen sichtbar, die sich zudem seit etwa 2015 nochmals verstärkt haben. So lagen beispielsweise die Preissteigerungen seit 2015 im Teilsegment „Mieten“ des hessischen Verbraucherpreisindex bei 7,5 Prozent, gegenüber 4,9 Prozent im Gesamtindex.

Noch deutlicher wird diese Entwicklung bei Betrachtung der Angebotsmieten, die sich in der Landeshauptstadt seit 2015 um 20 Prozent verteuert haben und auf durchschnittlich 11,50 Euro pro Quadratmeter gestiegen sind. Die daraus resultierende Belastung der Wiesbadener Haushalte im Bereich der Wohnkosten wird im Rahmen des Berichtes eindrücklich dargestellt.

Dass diese Entwicklung nicht zuletzt aus entsprechenden Preissteigerungen im Bereich der Bodenpreise sowie bei den vom Gutachterausschuss für Immobilienwerte registrierten Kauffällen für Häuser und Eigentumswohnungen resultiert, findet in der Publikation ebenfalls Berücksichtigung. So stiegen die Bodenpreise in Wiesbaden seit 2014 auf rund 850 Euro pro Quadratmeter, nachdem sie zuvor lange Jahre vergleichsweise konstant bei rund 450 Euro pro Quadratmeter lagen. In vielen Teilsegmenten des Wohnungsmarktes stiegen laut Gutachterausschuss zudem die Kaufpreise für Wohnraum, auch wenn die Entwicklung der Kauffälle teilweise rückläufig war.

Wenig überraschend liegt dementsprechend auch der Leerstand in der Landeshauptstadt Wiesbaden mit 1,7 Prozent noch unter dem schon niedrigen Wert des Durchschnitts des Rhein-Main-Gebietes von 1,9 Prozent.

Wer an Details interessiert ist, kann die Wiesbadener Stadtanalyse 119 „Wohnen in Wiesbaden III: Immobilienmarkt und Mietpreise“ unter www.wiesbaden.de/statistik oder www.wiesbaden.de/stadtforschung kostenfrei herunterladen.

Fragen können an das Amt für Statistik und Stadtforschung unter Telefon (0611) 315691 oder per E-Mail an amt-fuer-statistik-und-stadtforschung@wiesbaden.de gerichtet werden.

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