Aachen – Bürgerforum berät über die kritische Überprüfung der Arthur-Kampf-Straße in Burtscheid

Das Bürgerforum wird am Dienstag, 19. Mai, um 18 Uhr im Eurogress, Sitzungssaal Europa, vier Anträge beraten.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - AachenAachen – Ein Bürgerantrag über die kritische Überprüfung des Straßennamens Arthur-Kampf-Straße in Burtscheid eröffnet das Forum in der kommenden Woche.

Nachdem ein Aachener im Winter 2018 anregte, ähnlich wie die Stadt Düsseldorf, Straßennamen kritisch zu überprüfen, wird der Fachbereich Geoinformation und Bodenordnung, unterstützt durch das Stadtarchiv Aachen, ein wissenschaftliches Gutachten über den Aachener Künstler Arthur Kampf anfertigen. Kampf wurde 1864 in Aachen geboren und studierte ab 1879 an der Kunstakademie in Düsseldorf. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten trat er in die NSDAP ein und arbeitete als Maler. Kurz vor der deutschen Kapitulation im Jahre 1944 nahm Hitler Kampf in die Sonderliste der „Gottbegnadeten“-Maler auf. Viele seiner Werke gelten als verschollen.

Ebenfalls zur Diskussion steht, den Wochenmarkt dauerhaft vom Markt zum Elisenbrunnen zu verlegen. Die fehlende direkte Verkehrsanbindung zum Markt und das Kopfsteinpflaster seien besonders für eingeschränkte Personen ein Grund, den Markt nicht zu besuchen. Laut den Antragsstellenden weist der Elisenbrunnen weniger Barrieren auf, besitzt zahlreiche Anbindungen an den ÖPNV und spricht aufgrund seiner Lage mehr Kundeninnen und Kunden an.

Auch die Förderung der eSports-Bewegung steht auf der Tagesordnung. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung möchte der Antragssteller, dass die Stadt einen Beitrag dazu leistet, Begegnungsstätten und eine nachhaltige und gesellschaftliche Integration des eSports zu etablieren. In den Stätten könnten Themen wie soziale Kontakte, Gesundheitsvorsorge, Kombination von traditionellem Sport und eSport, „Safergaming“ und Suchtprävention gelebt werden. Der Kulturbetrieb der Stadt Aachen wird im Rahmen der Sitzung mündlich Stellung nehmen.

Aufgrund des anhaltenden Parkplatzmangels im Frankenberger Viertel wird ein Bürgerantrag debattiert werden, der vorschlägt, dass Parkhaus der Aachen Arkaden als Quartiersgarage für Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels anzukaufen. Durch die Verlagerung des Parkens, könne das Parkproblem behoben und Platz für Umgestaltung im Straßenraum gewonnen werden.

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