Aachen – RWTH sagt Veranstaltungen ab: Rektorat beschließt Maßnahmenpaket. Kinderuni, Berufetag und Welcome Week können nicht angeboten werden

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - AachenAachen – Die RWTH Aachen sieht sich aufgrund der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus und der Empfehlungen der zuständigen Behörden gezwungen, weitere Maßnahmen umzusetzen, um der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2entgegenzuwirken und möglichst das Gesundheitssystem zu entlasten. In Abstimmung mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) beschloss das Rektorat der RWTH, alle Veranstaltungen ohne zwingende Notwendigkeit abzusagen. Die Veranstaltungen mit vorgesehenen über 1.000 Teilnehmenden dürfen darüber hinaus grundsätzlich nicht stattfinden. Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmenden müssen einer schematischen Risikobewertung unterzogen werden, von deren Ergebnis die Durchführung abhängig ist. Dazu stellt die Hochschule ihren Angehörigen ein entsprechendes Analyseformular zur Verfügung.

Gemäß diesen Kriterien können unter anderem die Kinderuni am 27. März, der Berufetag am 31. März und die Welcome Week für die Internationalen Studierenden ab 30. März nicht angeboten werden. Auch die am 13. März geplante Veranstaltung in Berlin zum Thema „The New Fiction of Good Science – in Need of a Paradigm Shift?!” im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der RWTH fand vorsorglich nicht statt.

Beschlossen wurde zudem in Rücksprache mit der Verfassten Studierendenschaft die Schließung der Lern- und Leseräume sowie die Einstellung des Betriebs des Hochschulsportzentrums jeweils ab den 14. März. So könnten sich die Studierenden auf die neue Situation entsprechend vorbereiten. Alle Maßnahmen orientieren sich an den Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert Koch-Instituts, den Maßgaben des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Krisenstabs der Städteregion Aachen.

„Das Rektorat ist sich bewusst, dass die Maßnahmen zu Einschränkungen im Hochschulleben führen werden. Es hält diese Schritte aber für geboten und bittet um Verständnis und Unterstützung und steht im konstruktiven Dialog mit den Personalvertretungen“, erklärt der Rektor der RWTH Aachen, Prof. Ulrich Rüdiger. „Wir wollen entstehende Nachteile für die Studierenden möglichst geringhalten. Wir appellieren aber auch an die gesellschaftliche Verantwortung der Studierendenschaft, die Ausbreitung des Virus einzuschränken und zum Schutz potenziell an der Gefährdeter bei der Umsetzung mitzuwirken“, sagt AStA-Vorsitzender Marc Gschlössl. Die Studierenden und ihre Initiativen unterstützen den Kurs der Hochschule. Das Filmstudio hat bespielgebend zunächst einmal schweren Herzens die geplanten Filmvorführungen bis Mitte April abgesagt.

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