Bonn – Corona-Aktuell vom 02.09.2021: 200.000 Impfungen im Bonner Impfzentrum – Eine Erfolgsgeschichte

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Bonn -Bonn – Corona-Aktuell vom 02.09.2021: Gerade in der Zeit, in der es noch nicht ausreichend Impfstoff gab, war das Bonner Impfzentrum im World Conference Center der zentrale Baustein der Corona-Impfkampagne. Zwischen der Eröffnung am 8. Februar und dem letzten Tag am 2. September 2021 haben dort mehr als 200.000 Impfungen (rund 106.000 Erst- und rund 94.000 Zweitimpfungen) stattgefunden.

„Das Bonner Impfzentrum war eine Erfolgsgeschichte!“, betont Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Vor allem in den ersten Monaten konnten die jeweiligen Personengruppen an zentraler Stelle geimpft werden. Aus unserer Sicht war es für die Bevölkerung in dieser Phase wichtig, einen zentralen Anlaufpunkt für die Corona-Impfung zu haben“, so die Oberbürgermeisterin weiter. „Mein Dank gilt einerseits allen Beteiligten, die mit ihrem sehr großen persönlichen Einsatz zum Gelingen des Impfzentrums beigetragen haben. Ich danke aber auch allen Menschen, die sich im Kampf gegen Corona haben impfen lassen und sich und andere damit vor einer Infektion schützen.“

Bisher hat es in Bonn 252.412 Erst- und 239.460 Zweitimpfungen gegeben. „Mit diesen Zahlen stehen wir sehr gut da“, ist Katja Dörner überzeugt.

Das Impfzentrum, finanziert vom Land NRW, lag in der Verantwortung und Zuständigkeit des städtischen Gesundheitsamtes. Die Feuerwehr übernahm die Planungen für die Einrichtung, den Aufbau und den Betrieb des Impfzentrums. Die Ärztinnen und Ärzte, die die fachliche Aufsicht hatten, und das weitere medizinische Personal wurden von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) gestellt. Jetzt übergibt die Feuerwehr ihren Teil der Verantwortung an das Gesundheitsamt. Von dort aus werden nun die weiteren Impfungen der Bevölkerung gegen das Coronavirus in originärer Zuständigkeit geplant und durchgeführt. Auch die Verantwortung für die Koordinierungseinheit, aus der heraus u.a. die Impfstoffbestellungen beim Land NRW organisiert werden, wird von der Feuerwehr an das Gesundheitsamt übertragen.

Es begann im November 2020

Gerade mal zwei Wochen Zeit hatte die Stadt Bonn, das Impfzentrum einzurichten. Nachdem Ende November 2020 die Entscheidung getroffen worden war, die Impfstelle im WorldCCBonn am Platz der Vereinten Nationen einzurichten, war es bereits – gemäß Vorgabe des Landes NRW – am 15. Dezember 2020 betriebsbereit. Allerdings dauerte es dann aufgrund des Impfstoffmangels bis zum 8. Februar, bis im Impfzentrum die ersten Personen geimpft werden konnten. Doch die Stadt hatte die Zeit für ausgiebige Tests und einen Probebetrieb genutzt. Die Koordinierungsstelle des Impfzentrums organisierte bereits seit Dezember 2020 u.a. die Impfstofflieferungen für alle Bonner Kliniken und Krankenhäuser und die Impfungen von Menschen in den Senioreneinrichtungen durch mobile Teams.

Bis zu 1800 Impfungen täglich

So richtig los ging es dann ab Anfang Februar mit der Impfung der über 80-Jährigen in Bonn. Weitere Jahrgänge folgten, und auch ganz viele Personen- und Berufsgruppen wurden im Bonner Impfzentrum geimpft. „In den Spitzenzeiten wurden in zehn Impfstraßen 1800 Impfungen pro Tag durchgeführt, im Schnitt waren es rund 1000 Impfungen täglich“, berichtet Bonns Gesundheitsdezernentin Margarete Heidler.

Das Gesundheitsamt richtete eine Hotline (meist täglich von 8 bis 20 Uhr geschaltet) sowie eine Erreichbarkeit per E-Mail ein. So wurden viele tausend Fragen zum Impfen beantwortet, Termine für die Berufs- und Personengruppen koordiniert oder Fahrdienste zum Impfzentrum organisiert. Die Anliegen der Bürger*innen wurden priorisiert und von zwei ärztlichen und mehreren nicht-ärztliche Mitarbeitenden bearbeitet.

„Die Stimmung im Impfzentrum war insgesamt sehr positiv“, so das gemeinsame Fazit von Dr. Susanne Engels, Leiterin des Gesundheitsamtes, und Jochen Stein, Leiter von Feuerwehr und Rettungsdienst. „Uns erreichten zahlreiche Dankesschreiben in Briefform oder als E-Mail, in Form von Anrufen oder einfach als ,,Danke‘ vor Ort.`“

Im Schnitt waren die Menschen für ihre Impfung etwa eine Stunde im Impfzentrum. Zu Anfang gab es längere Aufenthaltszeiten. Einmal aufgrund der schlechteren Mobilität und Unsicherheiten bei den priorisierten Gruppen. Zum anderen mussten sich auch erst die Abläufe im Impfzentrum einspielen. Mit den Zweitimpfungen entspannte sich die Situation zusehends, da die Menschen mittlerweile mit den Abläufen vertraut waren.

Stadt bietet weiter mobile Impfungen an

Auch ohne das Bonner Impfzentrum haben die Menschen in Bonn die Möglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen. Zum einen in den niedergelassenen Arztpraxen, zum anderen wird die Stadt Bonn auch weitere Impfangebote vor Ort organisieren, für die kein Termin benötigt wird.

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Stadt Bonn