Bonn – Die Schule hat begonnen: Achtung i-Dötzchen unterwegs!

Stadt-News-Bonn-und-NRW-News-aus-Bonn-Aktuell-Bonn – Für rund 3000 Bonner Erstklässler beginnt jetzt die Schulzeit. Schulamtsleiter Hubert Zelmanski, Stadtordnungsdienstleiter Carsten Sperling, SWB-Geschäftsführer Hansjörg Spielhoff und Polizeihauptkommissar Steffen Gräff begrüßen Schulanfänger der Paul-Klee-Grundschule.

„Mit dem ersten Schultag beginnt für alle i-Dötzchen ein neuer, spannender Lebensabschnitt. Mein Wunsch ist es, dass wir alle so gut auf alle Grundschüler und insbesondere die Erstklässler achten, dass Eltern ihren Kindern den Schulweg möglichst bald alleine überlassen können und sie nicht mit dem Auto zur Schule bringen müssen“, sagte Schulamtsleiter Hubert Zelmanski. Damit die Kinder besser auffallen, stellen die Stadtwerke Bonn wieder rund 3000 orangefarbene Käppchen für die I-Dötzchen zur Verfügung. An der Paul-Klee-Grundschule überreichten Stadt, SWB und Polizei am Freitag, 31. August 2018, persönlich die Mützen an die rund 50 Erstklässlerinnen und Erstklässler.

„Autofahrer, aber auch Bus- und Bahnfahrer wissen, dass I-Dötzchen mit dieser auffallenden Kopfbedeckung verkehrsunerfahrene Kinder sind und nehmen besonders Rücksicht“, sagte Hansjörg Spielhoff, Geschäftsführer der SWB Bus und Bahn. Auf die Schülerinnen und Schüler kommen mit dem Schulstart viele neue Herausforderungen zu. Damit der Schulweg unfallfrei bleibt, schult SWB Bus und Bahn seit mehr als 15 Jahren Grundschulkinder sowie Kinder der fünften Klassen mit Projekten wie „Cool-unterwegs“, „Busschule“ und „KLIBs“ für einen sicheren Schulweg mit Bus und Bahn. „Gemeinsam mit der Polizei thematisieren wir altersgerecht den Weg zum Bus und vom Bus Richtung Schule, das richtige Verhalten an einer Haltestelle und im Bus während der Fahrt und das Thema Sachbeschädigungen im Bus und Konfliktbehandlung“, so Spielhoff.

Sicherer Schulweg: Stadtordnungsdienst und Polizei kontrollieren

Damit die Erstklässler, aber auch alle anderen Schulkinder sicher in ihre Schule gelangen, sichert der Stadtordnungsdienst in den ersten Wochen des neuen Schuljahres die Schulwege. „Mehrere Teams des städtischen Außendienstes sind ab sofort an Bonner Grundschulen im Einsatz. Unter anderem achten sie darauf, dass Fahrzeuge vor Fußgängerüberwegen nicht so geparkt sind, dass die Sicht aus dem Blickwinkel der Kinder behindert wird“, berichtet Carsten Sperling, Leiter des Stadtordnungsdienstes.

„Die Erstklässler nehmen ihre Umwelt ganz anders wahr als Erwachsene“, so Polizeihauptkommissar Steffen Gräff, Leiter des Verkehrskommissariats 2 der Bonner Polizei. „Es fällt ihnen beispielsweise schwer, Entfernungen und Geschwindigkeiten korrekt einzuschätzen. Deshalb gehen sie oft unvermittelt auf die Straße oder bleiben stehen, obwohl der Abstand zum sich nähernden Fahrzeug ausreichen würde.“ Auch deshalb kontrollieren die städtischen Mitarbeiter die Beachtung der Haltverbote vor Schulen, damit die Kinder von Autofahrern besser gesehen werden. Außerdem werden an Grundschulen verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

Stadt und Polizei raten: Schulweg trainieren

Die Kinder sollten auf den neuen täglichen Weg zur Schule gut vorbereitet werden. „Eltern sollten mit ihren Kindern den Schulweg in den ersten Wochen und Monaten des neuen Schuljahres trainieren“, raten Stadt und Polizei. Mutter und Vater werden dabei schnell erkennen, wo ihr Kind Fehler macht und können solche Situationen gezielt mit ihm üben.

Sechsjährige sind aufgrund ihrer Körpergröße noch nicht in der Lage, die Verkehrssituation über parkende Autos hinweg zu erkennen und Geschwindigkeiten herannahender Autos richtig abzuschätzen. Außerdem können sie sich selten voll auf das Überqueren einer Straße konzentrieren. Gerade die vielen neuen Eindrücke und Erlebnisse lassen die Gefahren des Schulwegs in den Hintergrund treten.

Nicht mit dem Fahrrad zur Schule

Grundschüler sollten noch nicht mit dem Fahrrad in die Schule geschickt werden. Auch wenn das Kind im vertrauten Wohnumfeld sicher fahren kann, ist es auf dem längeren und neuen Weg zur Schule den ständig wachsenden Anforderungen des Straßenverkehrs noch nicht gewachsen. Die sichere Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad setzt voraus, dass das Rad sicher bewegt werden kann, Regeln bekannt sind und ein gewisses Maß an Verkehrserfahrung vorhanden ist. Das erfüllen Kinder frühestens nach der Radfahrprüfung im vierten Schuljahr.

Hol- und Bringzonen für mehr Sicherheit

Die Stadt appelliert zudem an diejenigen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, dabei nicht direkt vor der Schule anzuhalten, um die Kinder ein- oder aussteigen zu lassen. Denn dadurch kommt es immer häufiger zu unübersichtlichen oder gar gefährlichen Situationen. Als Teil der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle!“ hat die Stadt Bonn gemeinsam mit der Bonner Polizei, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Bonn/Rhein-Sieg und anderen Institutionen einen Leitfaden zur Einrichtung von Hol- und Bringzonen an Bonner Schulen entwickelt. Er soll den Schulen eine Hilfestellung sein, wenn sie klar definierte Stellen im Umfeld der Schule einrichten wollen, an denen Eltern ihre Kinder absetzen und abholen können. Der Leitfaden ist auf der Internetseite der Stadt Bonn unter www.bonn.de/@radverkehr unter dem Menüeintrag „Neuigkeiten zum Radverkehr“ abrufbar.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn