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Bonn – Label „Stadtgrün naturnah“: Projektbüro besucht Bonner Grünflächen

umwelt-und-natur-themaBonn – Umwelt: Seit Mai 2018 nimmt die Stadt Bonn an dem Labeling-Verfahren „Stadtgrün naturnah“ teil. Mit dem Label zeichnet das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ kommunales Engagement zur Förderung der biologischen Vielfalt aus. Bei einem ersten Besuch in Bonn am Montag, 3. September, machten sich Vertreter des Projektbüros einen Eindruck von dem Engagement der Stadt bei der naturnahen Bewirtschaftung von Grünflächen.

Zusammen mit Dieter Fuchs, Leiter des Amtes für Stadtgrün, seinem Stellvertreter David Baier und weiteren Mitgliedern der Bonner Arbeitsgruppe für das Labeling-Verfahren besuchten die Experten verschiedene Grünflächen, darunter auch die Streuobstwiese an der Waldau. Vor Ort erläuterte Forstwirt Hans Bunert – selbst geprüfter Streuobstwiesenwart – das städtische Streuobstwiesenmanagement.

Die Stadtförsterei legt bereits seit den 80er Jahren Streuobstwiesen im Stadtgebiet an. Inzwischen wachsen auf mehr als 20 Wiesen rund 750 Obstbäume – hauptsächlich alte regionale Apfelsorten. Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft. Die Wiesen werden nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht, außerdem werden Blühfelder mit insektenfreundlichen Kräutermischungen angelegt. Zur Erntezeit im Herbst dürfen die Bonnerinnen und Bonner selbst pflücken, ein Teil der Äpfel wird zu Saft verarbeitet und über das Haus der Natur verkauft.

Auch das Haus der Natur, welches zurzeit in eine moderne Umweltbildungseinrichtung umgebaut wird, besuchte die Gruppe sowie den dazugehörigen Bauerngarten und den benachbarten Weg der Artenvielfalt im Stadtwald. Der Bonner Stadtwald ist seit 1999 nach den strengen Kriterien des Naturlandverbandes für eine ökologische und nachhaltige Bewirtschaftung zertifiziert. So verzichten die Mitarbeiter der Bonner Stadtförsterei etwa auf Kahlschläge und den Einsatz von Pestiziden und Düngemittel.

Eine weitere Station war der Südfriedhof mit seinen neu angelegten Insektenoasen: Über 5000 Quadratmeter ungenutzte Rasenfläche wurden in leuchtend bunte Blühfelder umgewandelt, die inzwischen von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten bevölkert werden. Ein großes Insektenhotel dient den neuen summenden Bewohnern des Südfriedhofs als Unterschlupf. Auch auf anderen Bonner Friedhöfen sollen in Zukunft ungenutzte Flächen in artenreiche Wiesen umgewandelt werden.

Begeisterung für mehr Natur in der Stadt wecken

„Naturnahe, artenreiche Grünflächen stellen bereits heute einen prägenden Bestandteil des Bonner Stadtbildes dar“, erklärt Stadtgrün-Amtsleiter Dieter Fuchs. „Vor dem Hintergrund wachsender Bevölkerungszahlen wollen wir Flora und Fauna auch weiterhin Raum in der Stadt geben und Biodiversität fördern. Dazu zählt auch, die Menschen für mehr Natur in der Stadt zu begeistern und lokale Akteure zu mobilisieren“, so Fuchs.

Im Rahmen des einjährigen Labeling-Verfahrens wird die Stadt Bonn dabei von dem Projektbüro unterstützt. Gemeinsam wird analysiert, wie die städtischen Grünflächen weiter ökologisch aufgewertet werden können und welche Stärken und Potenziale die Stadt bereits jetzt schon auszeichnen. Eine lokale Arbeitsgruppe, in der neben städtischen Vertretern auch die Biologische Station, Naturschutzverbände, Universität Bonn und die Vebowag vertreten sind, begleitet den Prozess. Nach Abschluss des Verfahrens entscheidet das Projektbüro über die Vergabe des Labels „Stadtgrün naturnah“ in Bronze, Silber oder Gold.

Weitere Informationen unter www.stadtgruen-naturnah.de.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

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