Bonn – Stadt Bonn übernimmt Trägerschaft der Gedenkstätte für NS-Opfer

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Bonn -Bonn – Der Kulturausschuss hat am Dienstag, 26. Mai 2020, beschlossen, dass die Stadt Bonn für die Gedenkstätte und das NS-Dokumentationszentrum Bonn die Trägerschaft übernimmt.

Die Gedenkstätte und das NS-Dokumentationszentrum Bonn werden ab 1. Januar 2021 in das Stadtarchiv und die Stadthistorische Bibliothek eingegliedert. Für die Übernahme werden dort fünf neue Stellen geschaffen.

Die Zuordnung zum Stadtarchiv ermöglicht, Forschung und Vermittlung zu verknüpfen. Zu den Aufgaben des Stadtarchivs gehören neben der Bewahrung und Erschließung von amtlichen sowie privaten Dokumenten zur Bonner Stadtgeschichte auch deren Aufbereitung sowie die Erforschung und Darstellung der Geschichte der Stadt.

Hierzu gehört auch die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Die Verortung der Gedenkstätte beim Stadtarchiv führt zu Synergieeffekten, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Einordnung in die bestehenden städtischen Verwaltungsstrukturen entlastet werden.

Die Aufgabe der Gedenkstätte ist es, das Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten des Nationalsozialismus aufrechtzuerhalten. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der historisch-politischen Bildungsarbeit der Stadt. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen und die Kooperation mit Bonner Schulen. Viele Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen sind bereits in kommunaler Trägerschaft.

Die Mitglieder des Vereins „Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum“ haben im September 2019 bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen, die Einrichtung in die Trägerschaft der Stadt Bonn übergeben zu wollen. Der Verein in seiner jetzigen Form wird sich nach der Übergabe auflösen und plant, sich in einem Förderverein neu zu gründen. Die Stadt Bonn übernimmt das Vermögen des Vereins und wird dieses ausschließlich für die Arbeit der Einrichtung verwenden.

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Stadt Bonn