Bonn – Stadt zeigt sich Gästen aus Minsk als Vorreiterstadt bei der Nutzung alternativer Energien

Minsk Club Bonn organisiert mit Unterstützung der Stadt Bonn das 5. Energieseminar für Studierende aus der Partnerschaftsstadt in Weißrussland.

Stadt-News-Bonn-und-NRW-News-aus-Bonn-Aktuell-Bonn – Junge Studierende der Technischen und Technologischen Universitäten zu Minsk sind derzeit zu Gast in Bonn. Auf Einladung des Minsk Clubs Bonn e.V. nehmen sie im Rahmen der Städtepartnerschaft an einem Seminar für fünf Studenten und Studentinnen des dritten Studienjahres teil. Die jungen Leute studieren Energiewesen, Biotechnologie und Wirtschaftsmanagement. Eine Woche lang (8. bis 15. Juli 2018) beschäftigten sie sich mit dem Thema „Erneuerbare Energien als Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels“. Auf dem Programm stand auch ein Gespräch mit Bürgermeister Reinhard Limbach im Alten Rathaus. Im Namen der Stadt Bonn hieß Limbach die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studiendelegation sowie Vertreter des Minsk-Clubs willkommen und tauschte sich über die Erfahrungen aus.

Bonn als deutscher Standort für die Lösung globaler Fragen der Nachhaltigkeit

„Dieses Seminar zum Thema Erneuerbare Energien und Klima passt gut ins Portfolio der Stadt Bonn als deutschem Standort für die Lösung globaler Fragen der Nachhaltigkeit“, sagte Limbach und dankte dem Minsk-Club, der das Seminar nun bereits zum fünften Mal im Rahmen der Städtepartnerschaft veranstaltet hatte. „Neben der weiteren Belebung und Ausgestaltung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Bonn und Minsk kann sich Bonn auf diese Weise als eine Vorreiterstadt bei der Nutzung alternativer Energien im kommunalen und betrieblichen Bereich präsentieren“, sagte der Bürgermeister. Im Anschluss an das Gespräch überreichte Limbach gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Minsk-Club Bonn, Dr. Walther Kessel, die Teilnahmebescheinigungen an die jungen Frauen und Männer. Das Projekt wird mit Mitteln zur Förderung kommunaler Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Bonn gefördert.

Besuche in Post Tower und Uniklinik

Neben Übersichtsvorträgen mit Hintergrundinformationen zur Klimaproblematik und zu den wirtschaftlich-technischen Aspekten der Nutzung alternativer Energien standen vor allem Besuche von Einrichtungen und Anlagen auf dem Programm, die die praktische Anwendung alternativer Energien zum Schutz des Klimas veranschaulichten: Das Hotel Kameha für Geothermie-Nutzung, der Post Tower für die Wärmeregulation durch Rheinwasser, das Energiezentrum der Universitätsklinik Bonn mit seinem energiesparenden Heizkraftwerk, das „Rote Haus“ der Firma Küpper in Beuel mit seiner Solarenergietechnik sowie der Universitätscampus Klein-Altendorf , bekannt für die Entwicklung nachwachsender Rohstoffe und der Energiegewinnung aus Biomasse. Höhepunkt für die Ingenieurstudenten war der Besuch der Testhalle für Windkraftanlagen der RWTH Aachen. Zusätzlich konnten die Studierenden mit Vertretern des global ausgerichteten UN-Klimasekretariats sprechen und sich „aus erster Hand“ über die Arbeitsmethodik dieser größten Bonner UN-Behörde informieren.

Projektpartnerschaft mit Minsk besteht seit 25 Jahren

Die Projektpartnerschaft mit der Stadt Minsk in Weißrussland ist die Älteste der Bonner Projektpartnerschaften. Gemeinsam mit offiziellen Vertretern der Stadt Minsk feiert Bonn am 28. September 2018 bereits das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft im Alten Rathaus der Stadt Bonn.

Nachdem der Rat der Stadt Bonn den im Jahr 2011 aufgrund der Menschenrechtslage in Weißrussland gefassten Beschluss – nach welchem bis auf weiteres keine offiziellen Kontakte zwischen Bonn und Minsk mehr stattfinden dürfen – im vergangenen Jahr wieder aufgehoben hat, waren bereits mehrfach offizielle Vertreter aus Minsk in Bonn. Begleitet und betreut werden die Bonner Projektpartnerschaften vom Amt für Internationales und Globale Nachhaltigkeit der Stadt Bonn.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn