Bonn – Stadtverwaltung legt Vorplanung für Stadtarchiv und Stadtmuseum vor

Stadt-News-Bonn-und-NRW-News-aus-Bonn-Aktuell-Bonn – Zur vorgesehenen Unterbringung des Stadtarchivs und des Stadtmuseums auf dem Gelände der ehemaligen Pestalozzischule an der Budapester Straße legt die Stadtverwaltung den politischen Gremien jetzt eine Vorplanung vor.

Denn insbesondere das Stadtarchiv eine Pflichtaufgabe der Stadt benötigt dringend einen neuen Standort. Die derzeitigen Magazine im Stadthaus sind undicht, und die für Magazine erforderlichen Standards für Temperatur und Feuchtigkeit können baulich nicht gesichert werden.

Verwaltung, Nutzerbereich und Werkstatt des Stadtarchivs sollen im denkmalgeschützten Altbau der Pestalozzischule untergebracht werden. Für die Magazine des Archivs soll ein viergeschossiger Neubau im Bereich des Innenhofs errichtet werden. Der nicht denkmalgeschützte Anbau aus den 50er Jahren soll abgerissen und in gleicher Kubatur, aber mit an den Archivneubau angepassten Geschosshöhen wieder hergestellt werden. Hier sind die Anlieferung des Magazins, Magazinräume und ein Treppenhaus mit Lastenaufzug geplant, das Alt- und Neubau verbindet.

Das Stadtmuseum soll einen aufgeständerten Neubau (so genannter Kopfbau) erhalten, um die Zufahrt zur Tiefgarage des angrenzenden Collegium Leoninum und den Zugang zum ehemaligen Schulhof zu gewährleisten. Das Stadtmuseum soll über drei Geschosse Ausstellungsfläche verfügen, das erste Obergeschoss soll an die bestehende Turnhalle angebunden werden, die wiederum zunächst für die eventuell erforderliche vorübergehende Nutzung durch die Gedenkstätte, die aus dem Viktoriakarree verlagert werden soll, freigehalten werden könnte. Langfristig könnte in der Turnhalle ein flexibel nutzbarer Vortrags- und Veranstaltungsraum vorgesehen werden.

Die Gesamtkosten für dieses Projekt betragen laut aktueller Vorplanung knapp 25,9 Millionen Euro, davon 20 Millionen Euro für das Stadtarchiv und fast 5,9 Millionen Euro für das Stadtmuseum. Wenn im weiteren Verfahren alles glatt läuft, könnte die Fertigstellung Anfang 2023 sein. Bis dahin rechnet die Stadtverwaltung zusätzlich mit Baukostensteigerungen von vier Prozent pro Jahr und mit einem Risikozuschlag von zehn Prozent, da im Bestand gebaut wird. Somit müssen in den Jahren 2019 bis 2023 insgesamt 33,4 Millionen Euro veranschlagt werden – 24 Millionen Euro für das Stadtarchiv, 8,3 Millionen Euro für das Stadtmuseum und eine Million Euro für die mögliche Zwischenunterbringung der Gedenkstätte.

Da im Wirtschaftsplan des Städtischen Gebäudemanagements bereits 15 Millionen Euro für die Unterbringung des Stadtarchivs vorgesehen sind, müssten weitere 18,4 Millionen Euro in den Jahren ab 2021 bereitgestellt werden. Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang das Projekt mit Drittmitteln gefördert werden kann, ist derzeit noch offen.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn