Bonn – Stephan Berg bleibt bis 2025 Intendant des Kunstmuseums Bonn

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Bonn -Bonn – Prof. Stephan Berg bleibt bis 30. November 2025 Intendant des Kunstmuseums Bonn: Am Donnerstag, 13. Juni 2019, unterschrieben Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger den entsprechenden Vertrag mit Prof. Berg.

„Nach turbulenten Zeiten hat Prof. Berg im Jahr 2008 die Leitung des Kunstmuseums übernommen, es neu ausgerichtet und in beeindruckender Weise weiterentwickelt“, betonte der Oberbürgermeister. „So ist es ihm beispielsweise gelungen, seit dem Jahr 2008 rund 3,4 Millionen Euro an Drittmitteln einzuwerben.“

Positive Entwicklung in den vergangenen Jahren

Die positive Entwicklung des Bonner Kunstmuseums lässt sich anhand verschiedener Aspekte festmachen: So konnten neue, bedeutende Privatsammlungen an das Kunstmuseum in Stiftungskonstruktionen gebunden werden. Zudem gab es bedeutende Schenkungen für die Sammlung des Kunstmuseums, unter anderem mit Werken von August Macke, Georg Herold, Erwin Wurm, Marcel Odenbach und Daniel Richter im Gesamtwert von rund vier Millionen Euro.

Regelmäßige Wechselausstellungen profilieren das Bonner Kunstmuseum national und international als Malerei-Museum. Im Jahr 2013 bekräftigten Kunstmuseum und August-Macke-Haus in einer gemeinsamen Vereinbarung ihre Zusammenarbeit, von der insbesondere seit der Eröffnung des Erweiterungsbaus Ende 2017 beide Häuser profitieren. Mit der Zusammenarbeit mit dem Verein Videonale erreicht die Videokunst, zu der das Kunstmuseum eine namhafte und umfangreiche Sammlung hat, alle zwei Jahre besondere Aufmerksamkeit.

Anschaffungsetat wird erhöht

Der Rat der Stadt Bonn hatte den Intendantenvertrag von Prof. Berg im Jahr 2012 zunächst bis 31. Dezember 2020 verlängert, um so die Grundlagen für die Vorbereitung eines großen Ausstellungsprojekts im Rahmen des Beethoven-Jubiläums zu schaffen. Im März 2019 hatte der Stadtrat die Vertragsverlängerung bis 30. November 2025 beschlossen.

Prof. Berg bedankte sich bei Oberbürgermeister Sridharan und Sport- und Kulturdezernentin Dr. Schneider-Bönninger für das entgegengebrachte Vertrauen, „Mein Dank gilt auch dem Rat der Stadt Bonn, der sich mit dem Beschluss klar zum Kunstmuseum bekannt hat.“

Im Zuge der Vertragsverlängerung wird der Anschaffungsetat des Kunstmuseums Bonn ab 2021 jährlich von 150.000 Euro auf 250.000 Euro erhöht, auch darf das Museum ab 2021 50 Prozent der über den Ansätzen hinaus erzielten Erträge aus Eintrittsgeldern und Vermietungen behalten, um künftige Ausstellungsprojekte zu finanzieren. Damit werden die ansonsten seit 2008 unveränderten finanziellen Spielräume moderat verbessert.

„Ich freue mich, dass wir Prof. Berg noch für fünf weitere Jahre an Bonn binden und mit ihm das Haus noch weiter in die Stadtgesellschaft öffnen“, so Schneider-Bönninger, der insbesondere gefällt, dass das Kunstmuseum – mit Blick auf ein jüngeres Publikum – auch im Bereich Digitalisierung neue Akzente setzen wird.

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Stadt Bonn