Bonn – Tag des offenen Denkmals 2018 – Entdecken, was uns verbindet

Stadt-News-Bonn-und-NRW-News-Events-Aktuell-Bonn – Am Sonntag, 9. September 2018, findet bundesweit zum 25. Mal der Tag des offenen Denkmals statt. Unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ öffnen wieder fast 50 Orte in Bonn ihre Türen.

Bei zahlreichen Führungen gibt es denkmalgeschützte Bauten und ihre Geschichten zu entdecken. Wie in den vergangenen Jahren auch wird der Bonner Beitrag zum Aktionstag 2018 von den Mitgliedern der Werkstatt Baukultur Bonn in Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalbehörde Bonn organisiert und bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert.

In allen vier Stadtbezirken gibt es die Möglichkeit, hinter üblicherweise verschlossene Türen zu schauen und an informativen Rundgängen teilzunehmen. Passend zum Motto „Entdecken, was uns verbindet“ findet um 11 Uhr ein Rundgang an der Kennedybrücke statt. Die erste Bonner Rheinbrücke wurde zwischen 1896 und 1898 erbaut und verband die heutigen Stadtteile Beuel und Zentrum. Zuvor hatten sich die Bürger jahrhundertelang mit Booten und später mit Fähren behelfen müssen. 1945 wurde diese Brücke kurz vor Kriegsende zerstört, der Neubau von 1949 wurde wieder zu einem verbindenden Element zwischen Bonn und Beuel. Treffpunkt ist am Eingang zur Bonner Oper, Am Boeselagerhof 1.

Um 11 und 13 Uhr können Besucherinnen und Besucher einen Blick in die ehemalige HiCoG-Siedlung in Tannenbusch werfen. Die von der amerikanischen Militärverwaltung (High Commissioner of Germany – HiCoG) für ihre deutschen Mitarbeiter gebaute Siedlung ist ein gelungenes Beispiel einer Gartenstadt-Architektur der frühen Nachkriegszeit. Treffpunkt ist am Pavillon neben dem Hochhaus, Im Tannenbusch 3. Auch in Muffendorf befindet sich eine HiCoG-Siedlung, die von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden kann. Führungen finden um 11 und um 14 Uhr statt. Treffpunkt ist am Kreisverkehr Hans-Böckler-Allee/Zanderstraße gegenüber der Bushaltestelle.

1951 wurde in Plittersdorf eine Wohngegend für amerikanische Mitarbeiter der „Hohen Kommission“ (HiCoG) errichtet. Unter der Leitung von Sep Ruf entstanden 454 Wohnungen und fünf repräsentative Einzelhäuser. 2015 wurde die Siedlung unter Denkmalschutz gestellt. Sie ist architektonisch, historisch und politisch von großer Bedeutung für die deutsche Nachkriegsgeschichte. Führungen werden um 11 und um 14 Uhr angeboten. Treffpunkt ist an der Ecke Kennedyallee/Europastraße.

Um 14 und um 16 Uhr findet eine „Tour de France“ durch Beuel statt. Der Rundgang verbindet die Museen in Beuel und Vilich und zeigt anhand von Gegenständen, Bildern und Karten in den denkmalgeschützten Ausstellungshäusern, wie gegenwärtig der Einfluss Frankreichs auf unsere europäische Kultur ist. Um 14 Uhr startet die Tour im Heimatmuseum Beuel, Wagnergasse 2. Um 16 Uhr beginnt der Rundgang im Bürgermeister-Stroof-Haus, Adelheidisstraße 3.

Das vollständige Programm gibt es hier: www.bonn.de/@tag-des-offenen-denkmals.

Rahmenprogramm mit Ausstellung und Konzert

Das Rahmenprogramm fügt dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ weitere Facetten hinzu: Die Ausstellung „Junge Hände für alte Wände“ zeigt bis zum 21. September im Foyer des Stadthauses die Arbeit der Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Vorgestellt werden Seminarergebnisse aktueller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie haben sich im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege mit den von Siegfried Wolske für die denkmalgeschützte Beethovenhalle entworfenen Stühlen beschäftigt.

Am Tag des offenen Denkmals findet um 18 Uhr das Konzert „Conversation galante“ mit Studierenden des Instituts für Alte Musik der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Michaelskapelle, Auf dem Godesberg 5, statt. Ausgewählte Solo- und Kammermusikwerke von Carl Philipp Emanuel Bach, Giovanni Benedetto Platti und Johann Joachim Quantz werden gespielt.

Allgemeines zum Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals hat seine Wurzeln in Frankreich. Dort wurde er mit Erfolg erstmals im Jahr 1984 veranstaltet. Schnell verbreitete sich die Idee in Europa. Koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fand der Tag des offenen Denkmals 1993 zum ersten Mal bundesweit statt.

2017 öffneten in Deutschland über 7 500 Denkmale ihre Türen, und rund 3,5 Millionen Interessierte nahmen dieses Angebot an. Hinter der Veranstaltung steht die Idee, den Besuchern bekannte und unbekannte Denkmale zugänglich zu machen und sie für das kulturelle Erbe in ihrer Stadt zu sensibilisieren.

***
Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn