Dortmund – Bundesweit einmaliges kommunales Förderprogramm schafft Planungssicherheit bei den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Dortmund -Dortmund – Die Stadt Dortmund legt ein neues sozial- und gesundheitspolitisches Programm auf und schließt neue Verträge mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege für die Laufzeit von 2020 bis 2025.

Das Fördervolumen für das Jahr 2020 beträgt 7,4 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch 5,9 Mio. Euro. Vereinbart wurde eine jährliche Indexsteigerung von zwei Prozent auf Basis des jeweils vorangegangenen Jahresbudgets.

Heute unterzeichneten Sozial- und Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner und die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände Diakonisches Werk Dortmund und Lünen, AWO-Unterbezirk Dortmund, Caritasverband Dortmund e.V., Der Paritätische Dortmund, DRK Kreisverband Dortmund e.V. und Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund offiziell die Einzelverträge.

„Ein kommunales Förderprogramm, das Planungssicherheit für sechs weitere Jahre bei den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege schafft, ist bundesweit einmalig. Es zeigt den hohen Stellenwert der Sozial- und Gesundheitspolitik in Dortmund. Wir können somit weiterhin ein qualitativ hochwertiges und verlässliches Angebot für die Menschen in unserer Stadt vorhalten“, betont Stadträtin Zoerner.

Mit der neuen Vertragsperiode werden bereits bestehende Förderungen in das Vertragswerk integriert. Dadurch erhält die Systematik der Förderung weitere Handlungsfelder: die Clearingstelle zum Krankenversicherungsschutz des Sozialen Zentrums Dortmund e.V., das Netzwerk „Kinder als Angehörige psychisch kranker Eltern“ (KAP-DO) und das Psychosoziale Zentrum als Handlungsfelder in der Zuständigkeit des Gesundheitsamtes. Bei den Handlungsfeldern des Sozialamtes kommt die Gebärden- und lautsprachliche Beratung neu hinzu.

Unterstützung im Alter oder bei Krankheit sind auch weiterhin zentrale Schwerpunkte des neuen Förderprogramms. So sind unter anderem die Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Seniorenbüros oder in der Suchtkrankenhilfe neben der Unterstützung von Selbsthilfegruppen und das Integrationsnetzwerk Lokal Willkommen Bestandteile des Programms. Weiter werden gefördert: Hilfen und Dienste bei psychischen Erkrankungen, Hilfen für Prostituierte sowie die Unterstützung der Betreuungsvereine.

Partner der Stadt Dortmund in diesen Handlungsfeldern sind die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege, die diese Hilfen und Dienste anbieten und auch mit Eigenmitteln fördern.

Die Ausweitung der Angebote für die Seniorinnen und Senioren der Seniorenbüros bildet einen Schwerpunkt in den Neuerungen. Die Seniorenbüros erleben eine kontinuierliche Steigerung ihrer Fallzahlen einhergehend mit der zunehmenden Komplexität der Beratung im Einzelfall, wodurch das vorhandene Personal an Grenzen stößt.

Mit den Wohlfahrtsverbänden wurde vereinbart, das Konzept der Seniorenbüros weiter zu entwickeln, um beispielsweise auch in allen Ortsteilen wohnortnah eine Beratung anbieten zu können und um eine flächendeckende Hilfenetzwerkstruktur für ältere Menschen und ihre Angehörigen zu schaffen.

Neben der Ausweitung der Stellen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kooperationspartner in den zwölf Seniorenbüros soll die Personalausstattung pro Standort im gleichen Maße um jeweils eine halbe Stelle für die Stadt erhöht werden. Auf städtischer Seite entspricht dies zwölf halben Stellen bzw. sechs vollzeitverrechneten Stellen. Das heißt, die Arbeit der Seniorenbüros – in den bewährten Tandems von Stadt und Verbänden – wird ausgeweitet.

Gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden wird die Arbeit der Seniorenbegegnungsstätten weiterentwickelt. Diese Orte werden maßgeblich von Ehrenamtlichen geprägt, die allerdings hauptamtliche Unterstützung benötigen. Diese Unterstützung wird nun ausgebaut, und zwar mit einer halben Stelle Sozialer Arbeit pro Stadtbezirk.

„Wir wollen die erfolgreiche Arbeit der Seniorenbüros und der Seniorenbegegnungsstätten weiter stärken. Außerdem soll eine gestiegene jährliche Indexsteigerung in der Förderung sicherstellen, dass Kostensteigerungen abgefedert werden und dass das hochwertige Angebot über die gesamte Laufzeit der Verträge aufrechterhalten werden kann“, so Zoerner.

Das Förderprogramm trägt auch den Zukunftsaufgaben Rechnung. Gemeinsam mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege soll in den Jahren 2020 bis 2025 ein neues Berichtswesen über die Förderung entwickelt werden, um eine noch bessere Steuerung der sozialen und gesundheitsbezogenen Dienste zu ermöglichen.

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Pressestelle der Stadt Dortmund, Friedensplatz 1, 44122 Dortmund, Frank Bußmann (verantwortlich)