Dortmund – Schulentwicklungsplanung bis 2023: Fünfter Zwischenbericht für Förderschulen

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Dortmund -Dortmund – Der Verwaltungsvorstand befasste sich in seiner heutigen Sitzung mit dem fünften Zwischenbericht der Schulentwicklungsplanung 2018 bis 2023. Thema ist die Situation der Förderschulen, nachdem es in den bisherigen vier Zwischenberichten um Schulraumkapazitäten und Kapazitätserhöhungen in Grundschulen, Gesamtschulen und Gymnasien ging.

Die Stadt Dortmund ist Schulträgerin der Förderschulen mit den Schwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache und geistige Entwicklung.

Ob ein Kind eine Förderschule besucht, hängt erheblich vom Willen der Eltern ab und ist daher für die Stadt nicht sicher vorherzusehen. Um die zukünftigen Schülerinnen- und Schülerzahlen an den Förderschulen dennoch möglichst genau abbilden zu können, hat die Verwaltung ein sogenanntes Strukturanalyseverfahren entwickelt. Dabei werden die vorliegenden Prognosedaten aus der Schulentwicklungsplanung für den Primar- und Sekundarbereich I und die bisherige Entwicklung der Kinder im Förderschulbereich zugrunde gelegt.

Im Schuljahr 2018/19 besuchten 47.800 Schülerinnen und Schüler eine Schule des Primar- und Sekundarbereichs I, weitere 1.744 besuchten eine Schule mit einem Förderschwerpunkt. Damit liegt der Anteil der Förderschüler bei rund 3,6 Prozent im Verhältnis zu denen, die allgemeinbildende Schulen der Primar- und Sekundarstufe I besuchen.

Die Zahlen im Primar- und Sekundarbereich I sind zuletzt gestiegen und werden weiter steigen. Das wirkt sich auch auf die Förderschulen aus. Bis zum Schuljahr 2023/2024 wird eine Zuwachsquote von 14,6 Prozent erwartet (gegenüber dem vergangenen Schuljahr).

Schulen mit den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache werden voraussichtlich über ausreichend Schulplätze in der ganzen Stadt verfügen. Die Versorgung in diesem Förderbereichen kann sichergestellt werden, wird aber weiter beobachtet.

An den Schulen mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ werden die Aufnahmekapazitäten bis zum Schuljahr 2023/2024 voraussichtlich überschritten. „Der Bedarf einer neuen Schule mit diesem Schwerpunkt zeichnet sich frühestens ab 2022 ab. Wir werden die Entwicklung in diesem Bereich besonders im Blick behalten“, kündigt Schuldezernentin Daniela Schneckenburger an.

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Pressestelle der Stadt Dortmund, Friedensplatz 1, 44122 Dortmund, Frank Bußmann (verantwortlich)