Dortmund – Stadtverwaltung: Durch Green IT mindestens 35 000 Tonnen CO2 eingespart

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Dortmund -Dortmund – Stadtverwaltung: Die Umweltministerkonferenz hat in ihrer Sitzung am 10. Mai in Hamburg die Bedeutung von Green IT, insbesondere in Zeiten zunehmender Digitalisierung, hervorgehoben. Sie hat unter anderem den Beschluss gefasst, dass die derzeitigen Anstrengungen zur Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik zu intensivieren sind. Der Deutsche Städtetag greift diesen Beschluss nun auf und führt seit dem 19.07. im kommunalen Bereich eine Befragung zu aktuellen Ansätzen durch.

Die Stadtverwaltung Dortmund braucht den Vergleich mit anderen Kommunen nicht zu scheuen, denn sie ist Vorreiter auf diesem Gebiet und war eine der ersten Kommunen, die Green IT bereits im Jahr 2011 als Klimateilschutzkonzept in ihr Handlungsprogramm aufnahm und verfolgte. Als etablierter, ökologischer Ansatz findet das Green IT Konzept seither durchgängig bei relevanten Projekten und Technologievorhaben in der gesamten Stadtverwaltung verbindlich Anwendung. Ansprechpartner ist hierbei in erster Linie das Dortmunder Systemhaus, welches die Funktion mit einer eigens dafür eingerichteten Planstelle wahrnimmt.

Die Handlungsfelder von Green IT sind dabei vielfältig. So wird beispielsweise im Rahmen eines automatisierten Energiemanagements der Energieverbrauch des Computers bei Untätigkeit angepasst. Im Zuge von Beschaffungsvorgängen von IT-Geräten, wird der Energieverbrauch als ein wesentliches Kriterium in den Auswahl-/ und Entscheidungsprozess einbezogen. Virtuelle Umgebungen kommen zum Einsatz, um nicht voll ausgelastete Server zu konsolidieren (Server-Virtualisierung). Darüber hinaus werden perforierte Türen in Serverschränken genutzt, um die Belüftung zu optimieren und Klimaschwankungen vorzubeugen. Bisher konnte damit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, der sich durch eine Einsparung von insgesamt mehr als 35.000 Tonnen CO2 bis zum Jahr 2017 messen lässt.

Perspektivisch möchte die Stadt hieran anknüpfen und weiterhin ihren Beitrag zum Ressourcenschutz und zur Erreichung der Klimaschutzziele von Bund und Ländern leisten. So soll der Duplex Druck (Bedrucken von Vorder- und Rückseite von Papier) zum Standard und der Papierverbrauch und die CO2-Emissionen weiter reduziert werden. Des Weiteren wird der Einsatz von fortschrittlichen Mini-PCs (NUC – Next Unit of Computing) analysiert und ausgewertet. Im Vergleich zu den Standard Desktop-PCs der Stadtverwaltung sind diese in Bezug auf ihren Energieverbrauch wesentlich effizienter. Daneben bestehen Bestrebungen, verstärkt auf Video- und Telefonkonferenzen zu setzen. Den Nutzern wird ein zeitgleicher und ortsunabhängiger Austausch ermöglicht – somit lassen sich noch weitere Ressourcen, die bei Dienstgängen und –reisen anfallen, sparen.

Zuversichtlich blickt Personal- und Organisationsdezernent Christian Uhr in die Zukunft: „Wir werden auch weiterhin alles daran setzen, die Nutzung unserer städtischen IT-Infrastruktur umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Green IT ist in Dortmund schon lange kein ökologischer Trend mehr, sondern gelebte Praxis im Dortmunder Systemhaus.“

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Pressestelle der Stadt Dortmund, Friedensplatz 1, 44122 Dortmund, Frank Bußmann (verantwortlich)