Herzogenrath – Stadt schließt Maria-Sybille-Merian-Gesamtschule in Kohlscheid für eine Woche wegen Corona-Virus

Von Corona-Virus betroffener Würselener ist Schüler dieser Schule.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Herzogenrath -Herzogenrath – Maria-Sybille-Merian-Gesamtschule: Die gemeinsam tagenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen haben sich auch am Samstag getroffen, um die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus zu besprechen. Dabei wurde festgestellt, dass bei einer Frau und ihrem Sohn aus Würselen ebenfalls das Corona-Virus nachgewiesen wurde. Da der junge Mann bis zuletzt am Unterricht in der Maria-Sybille-Merian-Gesamtschule in Herzogenrath teilgenommen hat, haben die Krisenstäbe dem Bürgermeister der Stadt Herzogenrath empfohlen, die Schule für eine Woche zu schließen.

Der Bürgermeister der Stadt Herzogenrath hat daraufhin als Schulträger die Schließung der Schule zunächst bis einschließlich zum 08.03.2020 unmittelbar angeordnet.

„Wir nutzen diese Zeit, um weitere Erkenntnisse über den Gesundheitszustand der Kontaktpersonen des jungen Mannes zu ermitteln. Außerdem dient die Schulschließung dem Schutz der Kinder und Jugendlichen, die aufgrund ihres Alters ein anderes Kontaktverhalten an den Tag legen als Erwachsene“, sagt Dr. Monika Gube, Leiterin des Gesundheitsamtes der StädteRegion Aachen.

Da eine stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus aufgrund des leichten Krankheitsverlaufes nicht erforderlich ist, können sich die Betroffenen Zuhause auskurieren.

Das Gesundheitsamt wird jetzt versuchen, möglichst viele direkte Kontaktpersonen zu identifizieren. Kontaktpersonen sind nach einer Definition des Robert-Koch-Instituts alle, die mindestens 15 Minuten „face to face“ mit dem Betroffenen zusammen waren. Alle, die nicht als Kontaktperson identifiziert wurden, müssen nicht zu Hause bleiben. Die Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt aufgefordert, Zuhause zu bleiben.

Die Räume der Schule dürfen weiter öffentlich genutzt werden. Auch das Personal darf weiter arbeiten. So sind zum Beispiel Anmeldungen etc. unbedenklich.

Die Krisenstäbe unterstreichen, dass die Vorbereitungen für eine sich weiterentwickelnde Lage getroffen sind. „Die aktuellen Fälle aus unserer Region zeigen, dass die Krankheit in der Regel einen moderaten Verlauf nimmt und die Patienten sich in Absprache mit uns zuhause auskurieren können“, sagt Gube.

Für alle, die sich krank fühlen oder medizinische Fragen haben, sind jetzt am Wochenende die hausärztlichen Bereitschaftsdienste über die Hotline 116117 zu erreichen.
Allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema bekommen Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 115. Zudem wurde eine zusätzliche Corona-Info-Hotline über 0241/510051 (auch am Wochenende 7-21 Uhr) eingerichtet.

Das NRW-Gesundheitsministerium bietet eine Hotline zum Corona-Virus unter der Nummer (0211) 855 47 74 an.

Ausdrückliche Bitte an die Bürgerinnen und Bürger: Bitte blockieren Sie nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112!

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