Kreis Soest – Faulbrutausbruch in Bienenbestand in Soest: Veterinäramt richtet Sperrbezirk ein

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Soest -Kreis Soest – (kso.2020.05.04.256.tw). Der Veterinärdienst des Kreises hat am Montag, 27. April 2020 die Amerikanische Faulbrut der Bienen auf dem Gebiet der Stadt Soest amtlich festgestellt.

Es wurde ein Sperrbezirk um den Ausbruchsort in Soest-Müllingsen eingerichtet, der in einer Allgemeinverfügung vom 28. April 2020 bekannt gegeben worden ist. Den genauen Verlauf des Sperrbezirkes zeigt die Karte in der Allgemeinverfügung, die unter www.kreis-soest.de (Amtsblatt in Suchmaske eingeben) eingesehen werden kann.

Bei der regulären Bestandsuntersuchung durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen wurde in der Futterkranzprobe des Bienenbestandes hochgradiger Sporengehalt festgestellt. Die betroffenen drei Völker zeigten klassische Symptome der Amerikanischen Faulbrut und waren bereits geschwächt. Aus diesem Grund musste der betroffene Bienenstand abgeschwefelt (getötet) werden.
An einem weiteren Standort des Imkers in Erwitte-Schallern wurde mittelgradiger Sporengehalt festgestellt. Die Völker dort wurden einzeln beprobt, um festzustellen, welche Völker wie stark betroffen sind. „Alle Völker sind dort stark entwickelt und werden dem offenen Kunstschwarmverfahren unterzogen. Darunter versteht man einen zweifachen Umzug in saubere, leere Beuten“, erklärt Veterinärin Dr. Nathalie Brüssow vom Kreisveterinäramt.

Zudem wurde durch das Bieneninstitut in Mayen ein geringgradiger Sporengehalt bei einem weiteren Imker in Lippstadt-Esbeck festgestellt. Dort werden die Völker in dieser Woche einer amtlichen Beprobung unterzogen.

Die Amerikanische Faulbrut gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Es handelt sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Die Brut stirbt größtenteils ab, was zur Folge hat, das die Zahl der Bienen in dem Volk immer geringer wird und das Volk schließlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern.
Auf den Menschen ist die Krankheit nicht übertragbar. Gewonnener Honig kann bedenkenlos verzehrt werden. Der in dem Bienenstand gewonnene Honig darf allerdings nicht an Bienen verfüttert werden. Bienenvölker und Material (zum Beispiel Waben, Wabenabfälle) dürfen nicht in oder aus dem Sperrbezirk verbracht werden. Der Zukauf von Bienen darf generell nur mit gültigen Gesundheitsbescheinigungen erfolgen.

Kreis Soest
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