Ratingen – Ratinger Kitas personell sehr gut ausgestattet

Stadt-News-Bonn-und-NRW-News-aus-Ratingen-Aktuell-Ratingen – Anders als in den meisten Städten ist die Personalsituation in den Ratinger Kitas sehr gut. Der Erste Beigeordnete Rolf Steuwe berichtete jetzt dem Jugendhilfeausschuss, dass in den Einrichtungen der Stadt Ratingen zurzeit alle Erzieherstellen besetzt sind. Lediglich eine Kita-Leitung muss aktuell neu besetzt werden, nachdem die bisherige Stelleninhaberin in den Ruhestand gegangen ist.

Die Situation in Ratingen steht in deutlichem Widerspruch zur allgemeinen Lage. Laut einer aktuellen Umfrage der Gewerkschaft VBE (Verband Bildung und Erziehung) gaben 90 Prozent aller befragten Kita-Leitungen aus ganz Deutschland an, dass ihnen in den letzten zwölf Monaten Personal gefehlt habe. Der immer größer werdende Mangel an Erzieherinnen und Erziehern war auch ein Hauptthema auf dem Deutschen Kita-Leitungskongress am 26. März in Düsseldorf.

Um sich angesichts solcher besorgniserregender Meldungen ein Bild von der aktuellen Situation in Ratingen zu machen, hatte die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Susanne Stocks, das Thema auf die Tagesordnung der Sitzung am 26. März gesetzt. Umso erfreuter nahmen die Mitglieder des Ausschusses zur Kenntnis, dass es der Stadt Ratingen im Kita-Bereich trotz der allgemeinen Krise sehr gut gelingt, Fachpersonal zu gewinnen.

Jugenddezernent Rolf Steuwe führte für diese positive Situation eine Reihe von Gründen an: So sorgt die Stadt in vielfacher Hinsicht für gute Arbeitsbedingungen. Im Rahmen einer strukturierten Gefährdungsanalyse werden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und in Kooperation mit dem Personalrat psychische Belastungen erfasst und mit dem Ziel analysiert, Verbesserungsideen zu entwickeln. Die Lärmbelastung in den Einrichtungen wurde gemessen, und in sechs Kitas sind die daraus resultierenden Lärmschutzmaßnahmen bereits abgeschlossen. Die übrigen sollen in diesem Jahr folgen. Dazu bietet die Stadt qualifizierte Fortbildungen und Gesundheitskurse an.

Zudem bemüht sich die Stadt intensiv um Erzieherinnen und Erzieher. Der Rat der Stadt hat durch mehrere Beschlüsse für günstige Rahmenbedingungen gesorgt. So kann der Spielraum bei der Personalbemessung bis zum oberen Wert ausgeschöpft werden. Zudem konnte die Stadt einen Vertreterpool einrichten. Wenn also jemand krankheitsbedingt ausfällt, gibt es trotzdem keine Einschränkungen in der Betreuung.

Um für die Zukunft rechtzeitig vorzubeugen, veröffentlicht die Stadt Dauerausschreibungen für Erzieherinnen und Erzieher. Mit der steigenden Zahl von Einrichtungen wird natürlich auch mehr Personal benötigt. „Und wir stellen grundsätzlich unbefristet ein“, betonte Rolf Steuwe, „es sei denn, es handelt sich um eine Vertretung wegen Krankheit oder Schwangerschaft. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird immer enger. Da müssen wir auch künftig alles in die Waagschale werfen, um uns als guter Arbeitgeber zu profilieren.“

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Büro des Bürgermeisters
Stadt Ratingen