Stadt Bocholt – Schutz vor Coronavirus: Stadt sagt alle städtischen Veranstaltungen ab

Empfehlung an private Veranstalter ebenfalls alle Veranstaltungen zunächst bis Ende April abzusagen.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - BocholtBocholt – (PID). Aus Schutz vor dem derzeit weltweit grassierenden Coronavirus sagt die Stadt Bocholt alle städtischen Veranstaltungen ab. Auf diese Regelung hat sich die Stadt gemeinsam mit den anderen Städten und Gemeinden im Kreis Borken und dem Kreisgesundheitsamt verständigt. Es handelt sich um eine Vorsorgemaßnahme. Außerdem empfiehlt die Stadt Bocholt auch private Veranstaltungen abzusagen. Die Regelung und Empfehlung gilt zunächst bis Ende April.

Auf Einladung von Landrat Dr. Kai Zwicker haben sich am heutigen Donnerstag, 12. März 2020, im Borkener Kreishaus die Städte und Gemeinden im Kreis gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt auf ein einheitliches Vorgehen in Sachen „Umgang mit Veranstaltungen“ verständigt, um das Tempo der Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen (Pressemeldung des Kreises Borken).
Städtische Veranstaltungen abgesagt

Zu den Veranstaltungen, die abgesagt sind, zählen unter anderem:

Offizielle Eröffnung des Zukunftsbüros (14. März 2020)
Aufführung des Kindermusicals (14. & 15. März 2020 sowie 21. & 22. März 2020)
Bürgerforum Mobilitätskonzept (16. März 2020)
Hochschultage der VHS

Ob es zu den städtischen Veranstaltungen Nachholtermine gibt, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Nachholtermine werden frühzeitig bekanntgegeben.
Stattfinden werden weiterhin die städtischen politischen Sitzungen. Auch VHS-Kurse und Kurse der Musikschule finden weiterhin statt.
Empfehlung: Private Veranstaltungen absagen
Veranstaltungen mit über 1.000 Besuchern werden verboten. Außerdem empfiehlt die Stadt auch private Veranstaltungen mit voraussichtlich weniger als 1.000 Besuchern grundsätzlich bis Ende April abzusagen.

Sollte ein Veranstalter trotzdem eine Veranstaltung mit weniger als 1.000 Besuchern bis Ende April durchführen wollen, ist eine individuelle Einschätzung durch den Veranstalter erforderlich. Hierbei sind die allgemeinen Prinzipien der Risikoeinschätzung und aktuellen Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) zu berücksichtigen. Dies sind unter anderem:

Anzahl und Zusammensetzung der Teilnehmenden

Nehmen Menschen aus Risikogebieten teil?
Nehmen besonders gefährdete Personengruppen teil?

Art der Veranstaltung

Wie lange dauert die Veranstaltungen?
Wie lange dauert die Veranstaltung?
Werden die Teilnehmenden registriert?

Ort und Durchführung der Veranstaltung

Findet die Veranstaltung in geschlossenen Räumen statt?
Gibt es ausreichende Möglichkeiten der Händehygiene?

Aktuelle Informationen fortlaufend unter www.bocholt.de/coronavirus.
Der Veranstalter vor Ort entscheidet, ob er seine Veranstaltung absagt. Die Stadt Bocholt kann gegebenenfalls nach Rücksprache mit dem Kreisgesundheitsamt Auflagen erteilen oder eine Absage anordnen.

Behördengänge auf das Nötigste einschränken
Die Stadt Bocholt rät Bocholterinnen und Bocholtern dazu, Kontakte mit Mitmenschen einzuschränken. Die Stadt schließt sich den Empfehlungen des Kreises Borken und des Robert Koch-Insititutes an, derzeit „soziale Distanz“ zu wahren. Das ist wichtig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Zudem bittet sie die Bevölkerungen Behördengänge wenn möglich telefonisch oder per E-Mail zu erledigen. „Bitte kommen Sie nur in die Verwaltungsstellen, wenn es unabdingbar nötig ist“, so Thomas Waschki, Ordnungsdezernent und Erster Stadtrat.

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PRESSE- und INFORMATIONSDIENST der Stadt Bocholt
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