Stadt Mönchengladbach – Kommunale Schulsozialarbeit soll fortgeführt werden

Rat trifft weitere wichtige Entscheidungen für Familien und Kinder.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Mönchengladbach -Mönchengladbach – Die Arbeit der 17 städtischen Schulsoziarbeiterinnen und –Sozialarbeiter soll auch im kommenden Jahr fortgeführt werden, wenn das Land NRW sich weiter wie geplant an der Finanzierung beteiligt.

Das hat der Rat der Stadt Mönchengladbach jetzt (17. Juni) beschlossen. Trotz der Projektbefristung sind die städtischen Schulsozialarbeiter bereits seit 2018 unbefristet beschäftigt. Die Kosten für die Fortführung der Schulsozialarbeit im Umfang von 17 Vollzeitstellen schätzt die Stadtverwaltung auf rund 975.000 Euro. Unter der Voraussetzung, dass die in Aussicht gestellte Landeszuweisung gewährt wird, liegt der Eigenanteil der Stadt Mönchengladbach bei rund 355.000 Euro.

Schulschwierigkeiten, Schulversagen, Konflikte mit Mitschülern, Lehrkräften oder den Eltern – die Schulsozialarbeit hilft dabei, Probleme früh zu erkennen und gemeinsam mit Schule und Familie zu lösen. Im vergangenen Jahr wurden rund 12.500 Beratungsgespräche mit Eltern geführt. Auch die Vermittlung von Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes gehört zu den Aufgaben der Schulsozialarbeit. Außerdem ist sie ein wichtiger Baustein der präventiven Arbeit des Jugendamtes in den Stadtteilen.

Der Stadtrat hatte in seiner vergangen Sitzung weitere Themen, die Familien mit Kindern direkt betreffen, auf der Tagesordnung.

2,1 Millionen Euro für 70 Kitas in Mönchengladbach

Der Rat hat jetzt beschlossen, 70 Kindertageseinrichtungen in die Liste der so genannten plusKitas und Einrichtungen mit zusätzlichem Sprachförderbedarf aufzunehmen. Die Kitas erhalten für die nächsten fünf Jahre jeweils 30.000 Euro aus Landesmitteln für zusätzliches pädagogisches Personal. Dafür stellt das Land NRW der Stadt jährlich 2,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Die beiden letzten Kitajahre werden beitragsfrei

Der Rat hat die Elternbeitragssatzung für Kindergärten und Tagespflege angepasst. Damit werden ab dem kommenden Kindergartenjahr die letzten beiden Betreuungsjahre vor der Einschulung für die Eltern beitragsfrei. Der Rat setzt damit die Vorgaben aus dem neuen Kinderbildungsgesetz des Landes um.

Kitabetreuung soll flexibler werden

Verlängerte Öffnungszeiten, Betreuung am Wochenende oder an Feiertagen, kurzfristige Angebote, wenn mal „Not“ ist, weniger Schließzeiten in den Ferien, ergänzende Angebote durch Tagespflegepersonen: Das neue Kinderbildungsgesetz bietet eine Reihe von Möglichkeiten, die Betreuungszeiten in Kitas flexibler zu gestalten und damit zum Beispiel berufstätige Eltern und Alleinerziehende zu unterstützen. Gleichzeitig stellt das Land NRW dem Jugendamt 620.000 Euro zur Verfügung, um solche Angebote in den Kindertageseinrichtungen zu fördern. Die Stadt Mönchengladbach gibt – so die Planung – zusätzlich einen Eigenanteil von 155.000 Euro dazu.

Der Stadtrat hat jetzt beschlossen, dass die Gelder an die Kita- und Tagespflege-Anbieter vergeben werden können.

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