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StadteRegion Aachen – Schutzausrüstung wird verteilt: Krisenstab von Stadt und StädteRegion Aachen sorgt für schnelle Belieferung

Einrichtungen vom Kinderheim bis zum Krankenhaus.

Stadt-News-Bonn-und-NRW-News-aus-der-StädteRegion Aachen-StädteRegion Aachen – Lutz Krüger ist derzeit einer der gefragtesten Gesprächspartner in der StädteRegion Aachen. Der 40-Jährige Eschweiler hat in den gemeinsam tagenden Krisenstäben von Stadt und StädteRegion Aachen die Funktion des Leiters für Logistik, im Fachjargon „S4“ genannt, inne. „Aktuell arbeiten zwölf Kolleginnen und Kollegen einzig und allein daran, die wichtigen Schutzmaterialien zu besorgen“, sagt Krüger. Die anfängliche Frustration, dass kaum Material zu beziehen war, hat sich mittlerweile etwas gelegt. „Es kommt derzeit vieles ins Laufen und wir können jetzt jeden Tag Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel dahin verteilen, wo sie am nötigsten gebraucht werden.“ Konkret sind bis zum heutigen Tag 10.800 FFP2-Schutzmasken, 108.000 Mund-Nase-Schutzmasken, fast 200 Liter Desinfektionsmittel und über 31.000 Schutzhandschuhe in der StädteRegion Aachen verteilt worden. Hinzu kommen noch etliche weitere Schutzmaterialien.

Dabei werden die verschiedensten Einrichtungen beliefert: „Die Palette ist breit und neben den Krankenhäusern und Altenheimen, an die sicher jeder sofort denkt, versorgen wir auch Feuerwehren, Energie- und Wasserversorger oder Kinderheime.“ Diese Aufzählung ist bei weitem noch nicht vollzählig, macht aber schon klar, wie vielfältig die Adressaten sind. Beliefert werden übrigens nicht die Arztpraxen. Diese werden vom Land NRW direkt über die Kassenärztlichen Vereinigungen mit Material versorgt. Während er das erzählt, klingelt Krügers Telefon. Ein kurzes Lächeln huscht über sein Gesicht. Am anderen Ende der Leitung war einer der vielen Freiwilligen der Hilfsorganisationen die derzeit Großes rund um den Krisenstab leisten. „Wir haben gerade wieder eine größere Teillieferung von Masken bekommen.“ Lange werden diese aber nicht auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks in Aachen bleiben. Kaum abgeladen, werden sie schon in Einzellieferungen zusammengestellt und auf die bekannten blauen Wagen des THW gepackt.

In Aachen packen viele mit an, denn die Logistik ist alles andere als ein Kinderspiel. Umso bemerkenswerter ist es, dass hier alle Helferinnen und Helfer ehrenamtlich tätig sind. „Es ist schon toll zu sehen, mit welch enormen Einsatz aber ebenso auch mit welcher Professionalität sich die THW-ler hier für uns alle einsetzen“, sagt Krüger. Wie reibungslos das Zusammenspiel der verschiedensten Hilfsorganisationen klappt, merkt man schon, wenn man weiß, dass Krüger selbst langjähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Eschweiler ist. Bei der Arbeit Hand in Hand mit THW, Maltesern, Johannitern, DRK und anderen gibt es aber keinerlei Reibungsverluste. „Wir sind alle viele Jahre ausgebildet worden, damit wir im Ernstfall anderen Menschen helfen können. Das kommt uns jetzt zugute. Ich stelle fest, dass sich wirklich jeder mit seinen speziellen Fähigkeiten als ein Rädchen im Gesamtgetriebe sieht und hier wirklich alles ineinandergreift.“

Der Motor – um im Bild zu bleiben – hat zwischenzeitlich Fahrt aufgenommen. Und egal, wo die blau gekleideten Helferinnen und Helfer des THW die Masken und weitere Schutzkleidung auch abliefern, überall kann man quasi ein Aufatmen der Empfänger hören. So auch bei Rosi Sommer, der Einrichtungsleiterin des Herrmann-Josef-Kinderheims in Herzogenrath-Merkstein: „Es ist wirklich gut, dass jetzt auch bei uns eine Lieferung angekommen ist, denn wenn sich eines unserer Kinder hier infiziert, müssen wir es ja auch weiter sicher betreuen können.“ Die eigene Beschaffung von Schutzmaterialien war laut Sommer nicht zu stemmen. Das liegt an der aktuellen Situation, in der viele übliche Beschaffungswege weggebrochen sind, sagt auch Krüger: „Es ist in diesen Zeiten fast unmöglich für ein kleines Alten- oder Kinderheim, selbst Schutzausrüstung zu besorgen. Es tummeln sich auf dem Markt derzeit viele teils dubiose Anbieter, die Wucherpreise verlangen, oder bei denen man nach Vorkasse manchmal keine Ware erhält. Hier ist die zentrale Beschaffung mit unserer Erfahrung und der notwendigen personellen Ausstattung schlicht notwendig“.

Die Bestellungen der verschiedensten Einrichtungen werden im Bereich Logistik, der jetzt auch im Aachener Tivoli, neben dem Krisenstab sitzt, gesammelt und weiter bearbeitet. Auch wenn nicht jeder genau das erhalten kann, was bestellt wird, sind doch mittlerweile schon enorm viele Einrichtungen mit den ersten Lieferungen versorgt. Und schon wieder klingelt das Telefon von Krüger. Der zweifache Familienvater kommt in diesen Tagen nicht wirklich oft dazu, Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Dennoch legt er nach dem kurzen Gespräch zufrieden auf: „Mit und mit kommen jetzt die bestellten Waren bei uns an. Wir werden in den nächsten Tagen also noch deutlich mehr Schutzausrüstung gezielt dahin geben können, wo sie benötigt wird.“ In der Zwischenzeit verlässt wieder ein Lastwagen das Gelände des THW in Aachen. Das blaue Eisentor fährt fast lautlos zu und schließt automatisch. Sicher nicht zum letzten Mal an diesem Tag.

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