Polizeieinsatz in Tostedt, Kastanienallee Arztpraxis Dr. Sprogies am 15.05.2024

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Tostedt (ots) – Polizistinnen verletzt.

Ein 24-jähriger Mann hat gestern, 15.5.2024, für einen Polizeieinsatz in der Kastanienallee gesorgt. Gegen 11:25 Uhr wurde die Polizei gerufen, weil der Mann sich trotz Hausverbots in einer Arztpraxis aufgehalten hatte und diese nicht verlassen wollte.

Als die zwei Polizistinnen vor Ort eintrafen, ignorierte er auch deren Aufforderung, die Räume zu verlassen. Bei der Durchsetzung des Platzverweises schlug und trat der Mann dann plötzlich um sich, versuchte, die im Holster befindliche Pistole einer Beamtin zu ergreifen. Die beiden setzten Pfefferspray ein, brachten den Mann zu Boden und legten ihm Handschellen an. Bei der Auseinandersetzung wurden die beiden Polizistinnen leicht verletzt.

Der 24-jährige Beschuldigte wurde mit zur Dienststelle genommen. Nach einer ärztlichen Begutachtung seines Gesamtzustandes wurde er in eine psychiatrische Klinik zwangseingewiesen. Gegen den Mann wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

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Text bis hier: Polizeiinspektion Harburg

 


Polizeieinsatz am 15.05.2024 in Tostedt, Kastanienallee Arztpraxis Dr. Sprogies

Anmerkung der Redaktion vom 22.05.2024:

Unseren Recherchen zu Folge handelt es sich bei dem 24-jährigen Mann um einen allseits bekannten und bereits auffällig gewordenen Syrer. Er hatte sich am 15.05.2024 in der Arztpraxis eingefunden und wollte umgehend behandelt werden, obwohl er keinen Termin hatte. Als ihm dieses verwehrt wurde, wurde er ungehalten und versuchte sich gewaltsam zu artikulieren und bedrohte die Mitarbeiterinnen der Arztpraxis Dr. Sprogies in Tostedt. Diese verständigten die Polizei, worauf dann 2 Polizeibeamtinnen zur Praxis entsendet wurden. Ein Behälter, der unter anderem Scheren enthielt, konnte dem Syrer gerade noch vor dessen Ergreifen vor seinen Händen weggeschnappt und in Sicherheit gebracht werden.

Die Patientinnen und Patienten aus der Arztpraxis wurden zwischenzeitlich aus dem Wartezimmer evakuiert. Auch die Patienten in den Behandlungszimmern wurden in Sicherheit gebracht.

Die beiden Beamtinnen forderten den Beschuldigten auf, die Praxis zu verlassen. Dieser widersetzte sich, schlug und trat um sich und versuchte einer Beamtin die Waffe aus dem Holster zu entwenden. Um den 24-jährigen Syrer zu überwältigen, wurde Pfefferspray eingesetzt. Der Angreifer und die Beamtinnen wurden dadurch verletzt. Es wurden weitere Beamte zur Verstärkung in die Kastanienallee geordert. Insgesamt waren laut Augenzeugen 3 Einsatzfahrzeuge der Polizei sowie ein Rettungswagen anwesend.

Der Rettungswagen verließ später den Tatort in Begleitung eines Streifenwagens. Beide Fahrzeuge fuhren in Kolonne ohne Blaulicht in Richtung Krankenhaus Buchholz auf der B75.

Durch den Einsatz des Pfeffersprays musste im Anschluss die gesamte Praxis geräumt werden. Die darauffolgenden Tage blieb die Praxis geschlossen, da erst einmal das Pfefferspray durch ständiges Lüften aus allen Räumen verbracht werden musste. Heute, am 21.05.2024 ist der erste Tag, wo die Praxis wieder ihren Betrieb aufnehmen konnte.

Unseren Recherchen zu Folge wurde der Syrer 24 Stunden in Gewahrsam genommen und befindet sich jetzt wieder auf freiem Fuß. Er soll wohl auch früher schon im Helferichheim in Tostedt für Aufruhr gesorgt haben.

Wir hatten gestern eine Anfrage bei der Pressestelle der Polizei Harburg gestellt und haben heute folgende weitere Informationen erhalten:

„Der bei dem Vorfall am 15.05.2024 vorläufig festgenommene 24-Jährige wurde zunächst zwangsweise in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Diese konnte er nach ein paar Tagen wieder verlassen, sodass er sich nach unserer Kenntnis wieder in Freiheit befindet.

Der Mann war der Polizei durch verschiedene Einsätze bekannt, bis dato allerdings nicht im Zusammenhang mit Gewaltdelikten.

Wie in der Pressemeldung beschrieben, brachten die beiden eingesetzten Kolleginnen den Mann nach dem Einsatz von Pfefferspray zu Boden und fixierten ihn. Natürlich wurden vorsorgliche weitere Kräfte hinzugezogen. Ebenso ein Rettungswagen, um nach dem Einsatz des Pfeffersprays Hilfe beim Betroffenen und den Kolleginnen zu leisten (in der Regel werden die Augen gespült, um den Reiz zu minimieren). Eine Beamtin kam für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus, die andere konnte ihren Dienst trotz leichter Verletzungen weiter fortsetzen.

Der Einsatz des Pfeffersprays fand in einem Raum statt, in dem nur der Beschuldigte und die beiden Kolleginnen anwesend waren. Von weiteren Verletzten in der Praxis haben wir keine Kenntnis.

Gegen den Mann wurden Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie tätlichen Angriffs eingeleitet. Nach Abschluss der Ermittlungen werden die Akten an die Staatsanwaltschaft Stade abgegeben. Dort wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden. Die Mindeststrafe bei tätlichem Angriff (§114 StGB) beispielsweise ist eine dreimonatige Freiheitsstrafe.“

Soweit die Ausführungen der Pressestelle für die wir uns herzlich bedanken. Anmerken möchten wir hier jedoch noch, dass wir explizit nach der Herkunft des 24-Jährigen gefragt hatten. Wir hatten folgendes gefragt:

„Warum wurde der Presse (bewusst oder unbewusst) vorenthalten, dass es sich augenscheinlich um einen einschlägig bekannten Syrer handelt, der unseres Wissens u.a. bereits in einem Alten- und Pflegeheim (wir glauben, es war das Helefrichheim) in Tostedt für Unfrieden sorgte.“

Zur Nationalität des vermeintlichen Täters findet sich in der obigen Antwort erneut kein Hinweis. Diese Information soll augenscheinlich nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Nachtrag der Redaktion vom 25.05.2024:

Da der 24-jährige Syrer auch weiterhin die Praxis bedrängt, hängt seit einigen Tagen folgendes Schild an der verschlossenen Tür der Arztpraxis Dr. Andrea Sprogies:

Polizeieinsatz in Tostedt 2024 Dr. Sprogies

Aus Angst vor weiteren Übergriffen des Syrers werden die Patienten jetzt nur noch persönlich in die Praxis gelassen. Die Tür der Praxis bleibt zur Sicherheit vorläufig verschlossen. Patientinnen und Patienten werden gebeten, sich einen Termin nicht mehr wie gewohnt morgens persönlich in der Praxis geben zu lassen, sondern sich einen Termin jetzt per E-Mail am Abend zuvor anzufordern.

Wir werden diesen Fall weiter beobachten und eventuelle Änderungen hier veröffentlichen.

Redaktion Mittelrhein-Tageblatt