Stadt Wertheim – Stadt nutzt Fördergelder aus dem „Digitalpakt Schule“

Rund eine Million Euro für Wertheim in den nächsten Jahren.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - WertheimWertheim (BW) – Gut 1,036 Millionen Euro können in den nächsten Jahren in die Schulen der Stadt Wertheim fließen, um deren digitale Infrastruktur zu verbessern. Im Rahmen des „Digitalpakts Schule“ stellt die Bundesregierung Fördermittel zur Verfügung. Allerdings muss die Kommune einen Eigenanteil von 20 Prozent erbringen, bei Ausschöpfung aller möglichen Fördermittel wären das für Wertheim 207.000 Euro. „Das ist für uns viel Geld. Wir nehmen es aber für unsere Schulen gerne in die Hand“, sagte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez in der Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Verwaltung, Kultur, Soziales und Schulen am Donnerstag.

Das Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ der Bundesregierung umfasst über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro. Von diesen Mitteln entfallen rund 650 Millionen Euro auf Baden-Württemberg, und davon wieder mehr als eine Million Euro sind für die Stadt Wertheim vorgesehen. Dezernatsleiter Helmut Wießner erläuterte vor dem Ausschuss, wie die Stadt die Fördergelder einsetzen will. Zum Stand der digitalen Infrastruktur in Wertheims Schulen kam er zu einem positiven Resümee: „Wir sind schon auf einem guten Weg und werden mit Hilfe der Fördermittel ein gutes Stück weiter vorankommen.“

Wesentliche und zwingende Voraussetzung, um in den Genuss der Zuschüsse zu kommen, ist die Erstellung eines Medienentwicklungsplans (MEP) individuell abgestimmt für jede einzelne Schule. „Damit sollen nur kurzfristig wirksame Lösungen ausgeschlossen werden“, so Wießner. Um den MEP zu erarbeiten, sei eine breite Beteiligung innerhalb der jeweiligen Bildungseinrichtung erforderlich.

Bewilligte Fördermittel dienen in erster Linie der Verbesserung der digitalen Infrastruktur in den Schulgebäuden. Alle weiterführenden Schulen in Wertheim sind bereits mit Netzwerk-Verkabelung (LAN) und der pädagogischen Musterlösung des Landes Baden-Württemberg ausgestattet. Der Schwerpunkt in den nächsten Jahren wird laut Wießner auf der Ertüchtigung der Grundschulgebäude mit LAN-Verkabelung sowie der anschließenden Ausstattung mit den geeigneten Geräten liegen. Vorgesehen ist darüber hinaus die Versorgung aller Wertheimer Schulen mit WLAN und Präsentationstechnik. „Ich habe die große Hoffnung, dass wir hier in Infrastruktur investieren, die dann auch wirklich und kompetent genutzt wird“, zeigte sich der Dezernatsleiter zuversichtlich.

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Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion