NABU zur Hamburger Baumbilanz 2025 – NABU-Kommentierung zur Bilanz der Hamburger Straßenbäume 2025
Siegert: „Alte Bäume im jeden Preis erhalten“
Umweltsenatorin Katharina Fegebank hat heute die Bilanz der Hamburger Straßenbäume vorgestellt. Der NABU Hamburg begrüßt, dass es wieder einen positiven Trend in der Bilanz gibt und mehr Bäume nachgepflanzt werden als gefällt. Ein Baum ist jedoch nicht gleich ein Baum: Nachgepflanzte junge Bäume können die Funktionen, die alte und großgewachsene Bäume erfüllen, nicht adäquat ersetzen. Der angewachsene Bestand an alten Bäumen muss deshalb konsequent geschützt werden.
Dazu Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg:
Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass der Bestand an Straßenbäumen insgesamt wieder wächst. Bis zum historischen Höchststand von über 232.000 Straßenbäumen ist es vergleichsweise nicht mehr weit. Der Rückgang der baubedingten Fällungen zeigt, dass sich ein frühzeitiger und konsequenter Baumschutz in der Planung auszahlen kann. Diesen Kurs gilt es fortzusetzen. Wir als NABU werden das weiterhin kritisch-konstruktiv begleiten.
Die positive Bilanz darf nämlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hamburg vor deutlich größeren Herausforderungen steht. Die zunehmenden Hitzewellen und Trockenperioden machen sichtbar, wie unverzichtbar große, alte Bäume für das Stadtklima sind. Sie spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung und bieten wertvolle Lebensräume – Leistungen, die junge Nachpflanzungen erst nach Jahrzehnten vollständig übernehmen können. Wir müssen alte Bäume deshalb um jeden Preis erhalten, gerade im Bereich von neu geplanter Verkehrsinfrastruktur.
Entscheidend ist zudem, den Blick über die reine Zahl der Straßenbäume hinaus zu richten: Für eine klimaresiliente und artenreiche Stadt braucht Hamburg ein zusammenhängendes Netz aus Straßenbäumen, Parks, naturnahen Grünflächen und Gewässern. Der Schutz und die Wiederherstellung dieser grünen Infrastruktur müssen gemeinsam gedacht werden.“
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Text: NABU Hamburg